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Mitteldeutsche Ernährungsbranche tagt in Dresden


Sachsen (Dresden) - Agrarstaatssekretär Herbert Wolff eröffnet Fachveranstaltung

Agrarstaatssekretär Herbert Wolff hat am Vormittag in Dresden den 3. Mitteldeutschen Ernährungsgipfel eröffnet. Unter dem Motto „KEIN MORGEN OHNE HEUTE – Ressourcen, Trends und neue Märkte“ tauschen sich rund 260 Experten über wissenschaftliche Ansätze sowie zu praktischen Erfahrungen aus dem Handel und der Ernährungsindustrie aus.

„Die vor wenigen Tagen in Köln zu Ende gegangene Weltleitmesse für Getränke und Lebensmittel ‚Anuga‘ hat es erneut bewiesen: Branchentreffen und Erfahrungsaustausche sind heute wichtiger denn je, wenn man mit der Zeit gehen und nicht von ihr abgehängt werden will“, so der Staatssekretär. „Die Ernährungsbranche der drei Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen weiß das, sie trifft sich heute bereits zum dritten Mal zum mitteldeutschen Ernährungsgipfel, um Antworten auf drängende Zukunftsfragen zu finden: Welche Kompetenzen benötigen Unternehmer, um sich auch künftig erfolgreich an volatilen Märkten behaupten zu können? Welchen Trends sollten sie folgen? Und was bedeutet Digitalisierung für die mittelständisch geprägte Ernährungswirtschaft?“

Im Fokus des Programms steht die Zukunft der Ernährungswirtschaft. Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Handel zeigen, wohin sich die Branche entwickelt, welche Herausforderungen dabei zu meistern sind und wie sich die überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen der mitteldeutschen Ernährungsbranche künftig aufstellen müssen. Den Einstieg in das Thema übernimmt Katya Witham, Senior Food & Drink Analystin für den deutschen Markt beim britischen Marktforschungsunternehmen Mintel. Mit aktuellen Zahlen, Daten und Fakten veranschaulicht sie die „Food & Drink Trends 2017“. Unter dem Titel „Meaning First – warum klare Konzepte die Rezeptur schlagen“ wird die renommierte Food-Expertin Hanni Rützler einen anschaulichen Überblick über alternative Ernährungsszenarien und ausgewählte Einblicke in ihren kürzlich erst veröffentlichten „Food Report 2018“ geben.

Prof. Harald Rohm, Lebensmitteltechniker an der TU Dresden, wird sich unter dem Titel „Lebensmittel neu erfinden - Welche Anforderungen stellen wir an neue Technologien“ dem Zusammenspiel von Forschung und Praxis widmen, während Karsten Schaal, Geschäftsführer eines Onlinesupermarktes für Lebensmittel aus Leipzig, den Onlinehandel und dessen Zukunftschancen beleuchtet.

Dr. Erik Maier, Junior-Professor für Handels- und Multi-Channel-Management an der Handelshochschule Leipzig, widmet sich praxisnah dem Thema Digitalisierung. Unter dem Motto „Konsumenten mit Digitalisierung binden - Chancen für Lebensmittelhersteller und Händler“ gibt er einen Ausblick auf die Entwicklung, die den Markt künftig noch stärker in Bewegung bringen wird. Michael Faupel, Vorstandsmitglied KONSUM Leipzig eG, zeigt in seinem Beitrag „Wachstum im stationären Lebensmittelhandel in Zeiten von Online Lieferdiensten“ Zukunftschancen des Lebensmittelhandels auf.

Neu in diesem Jahr ist die abschließende Podiumsdiskussion, in der eine aktive Diskussion im Diskurs mit dem Publikum erwartet wird.

Hintergrund:

Das Ernährungsgewerbe ist eine feste Größe in der mitteldeutschen Wirtschaft. In den drei Bundesländern erwirtschaften mehr als 700 Betriebe mit über 60 000 Beschäftigten einen Umsatz von knapp 17 Milliarden Euro. Nicht mitgezählt sind zahlreiche Bäcker, Konditoren und Fleischer, die als Handwerksbetriebe mit weniger als 20 Mitarbeitern statistisch nicht erfasst werden.

Seit 2015 nutzen Entscheider der mitteldeutschen Ernährungswirtschaft das Veranstaltungsformat „Mitteldeutscher Ernährungsgipfel“ als moderne und stetig wachsende Plattform für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Nach der Premiere vor zwei Jahren in Erfurt und einer erfolgreichen Fortsetzung 2016 in Freyburg/Unstrut ist 2017 erstmalig Sachsen Gastgeber. Hauptorganisator des Branchentreffs ist das Netzwerk Ernährungsgewerbe Sachsen. Der 3. Mitteldeutsche Ernährungsgipfel ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Ernährungsnetzwerke der drei Bundesländer Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die Veranstaltung beinhaltet auch eine Produktausstellung der Unternehmen, die den drei Netzwerken angehören, sowie Präsentationsmöglichkeiten für Unterstützer und Partner. Sie wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Unterstützung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.

www.mitteldeutscher-ernaehrungsgipfel.de

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