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Mit Fleiß und Motivation durchs verflixte siebte Jahr


Was ist los in Dresden und der Welt

Sachsen - Kubschützer Dorfbäckerei Richter trotzt dem Bäckersterben im ländlichen Raum

Zurückgehende Betriebszahlen, gnadenloser Konkurrenzdruck durch die Industrie und vor allem ein Mangel an Personal ziehen dunkle Wolken über den Beruf des Bäckereihandwerks. Wie man sich trotzdem am Markt behauptet und sich Zukunftschancen erarbeitet, zeigt die Dorfbäckerei Richter in Kubschütz. Vor sieben Jahren übernahm Stefan Richter den Bäckereibetrieb seiner Eltern und setzt somit die über 128 Jahre bestehende Tradition der Dorfbäckerei fort. Mit seinem jungen Team führt der Bäckermeister regelmäßig neue Kreationen und Brotsorten getreu dem Motto „Einfach Lecker“ in das Sortiment ein und geht bei Entwicklungen wie Online-Shop und bargeldlosem Bezahlen voran. Das vermeintlich verflixte siebte Jahr nimmt er dabei auf die leichte Schulter und zeigt sich wie gewohnt mit einer Menge Optimismus und Leidenschaft. Die Sortenvielfalt und Qualität seines Handwerksbrotes beruht zu großen Teilen auf Kooperationen mit Landwirten, Hof- und Dorfläden sowie Gastronomen, für die der Dorfbäckermeister oft individuelle Kreationen entwickelt. Seine Kunden verwöhnt er auch mit traditionellen Hefekuchen und saisonalen Klassikern wie Oberlausitzer Osterbrot, Weihnachtsstollen und Butterkremnestern zur Vogelhochzeit. Aus persönlicher Überzeugung ist das ganze Sortiment natürlich handwerklich hergestellt und frei von Zusatzstoffen und Vormischungen. Seine wichtigste Zutat – neben der Zeit und dem hauseigenen Sauerteig – ist dabei die Begeisterung für das Bäckerhandwerk. Und genau diese möchte der vor kurzem ernannte Markenb(r)otschafter der Oberlausitz auch an den Nachwuchs weitergeben. Daher ist er selbst als Dozent an der Akademie des Bäckerhandwerks Sachsen im Fach Betriebswirtschaft tätig und steht den angehenden Meistern mit Rat und Tat zur Seite. Aufmerksam beobachtet er dabei einen Wandel im Selbstverständnis und in der Motivation seiner „Schüler“: Zunehmend sind auch Quereinsteiger und sehr junge Facharbeiter am Meisterstudiengang des ehrwürdigen Handwerks interessiert und mischen die einst von 30-jährigen Betriebserben dominierten Klassen auf. „Der klassische, oft familienbetrieblich vorbestimmte Werdegang von der Lehre zum Beruf auf Lebenszeit verliert langsam an Bedeutung. Viele wollen und können freier ihre berufliche Laufbahn entscheiden“, erklärt Stefan Richter. Gleichzeitig wirkt sich dieser Wandel auch zukunftstechnisch positiv auf die Branche aus. „Wenn sich Menschen bewusst für eine Führungsrolle in unserem Handwerk entscheiden, möchten sie etwas mit ihren eigenen Händen erarbeiten, am Ende des Tages ein Ergebnis sehen und idealerweise für die eigene Ernährung und die ihrer Nachbarn sorgen. Unsere angehenden Bäckermeister denken darüber nach, wie viel Zeit und Energie sie in ihre Arbeit, ihre Freizeit und ihre Familien investieren wollen. Es herrscht zunehmendes Interesse für die jeweilige Unternehmenskultur und auch für die Wertschätzung als Mitarbeiter“, erläutert der Bäckermeister. Diese Offenheit angehender Führungskräfte und Betriebsinhaber wappnet die Branche für Wünsche nach flexiblen Arbeitszeit- und Teilzeitmodellen, wie zahlreiche Bewerber sie statt reiner Verdienstmaximierung äußern. „Es setzt sich die Einstellung durch: ‚Arbeiten gehört zum Leben und ich will so leben wie es mir gefällt‘“, freut sich der Dozent. Er sieht hier klare Wettbewerbsvorteile gerade kleinerer Handwerksbetriebe: „In vielen Chefetagen und Betriebshierarchien von Konzernen halten sich veraltete Grundhaltungen und steife Vorgaben. Aber gerade unsere Branche mit ihren flexiblen Strukturen hat beste Voraussetzungen, den sich verändernden Wünschen zukünftiger Mitarbeiter Rechnung zu tragen“, so Richter abschließend, der gerade erst seinen 40. Geburtstag feierte und sein „verflixtes“ siebtes Jahr mit Fließ und Motivation einfach mal so nebenbei unter den Tisch kehrt.

Weitere Informationen: www.baeckermeister-richter.de

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#KubschützerDorfbäckereiRichter

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