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Touristen-Abzocke - 100 Euro für eine Portion Kalamari


Was ist los in Dresden und der Welt

Die Hauptstadt der Kykladen-Insel Mykonos ist auch als „Klein-Venedig“ bekannt. Bei der Preisgestaltung spielen manche Tavernen dort jedenfalls schon in der Liga des großen Vorbildes.

Autor: Clemens Kriegelstein

Alle Jahre wieder flattern in der Reise-Hauptsaison die Meldungen von Wirten durchs Netz, deren Preisgestaltung Touristen gegenüber – nun ja – zumindest kreativ ist. In den letzten Jahren ist vor allem Italien in die Schlagzeilen gekommen, als etwa einem Taiwanesen in Florenz 25 Euro für eine Tüte Eis verrechnet wurden. Wenig gelacht dürften auch die vier Japaner haben, die in Venedig für ein einfaches Mittagessen 1100 Euro hätten zahlen sollen.

Jetzt hat es eine Gruppe Amerikaner in Mykonos erwischt, denen für sechs Portionen Kalamari, Salat und Getränke 836 Euro verrechnet wurden. Jede Portion Kalamari schlug dabei mit knapp 100 Euro zu Buche, jedes Bier mit 25 Euro. Der Tomatensaft um 18 Euro ging da fast schon als Okkasion durch.

Laut einem Bericht der Tageszeitung „Heute“ widersprach der Wirt dem Vorwurf der Abzocke energisch: „Wir schätzen unsere Kunden sehr und haben unsere Kosten sehr genau berechnet, um ein Produkt herstellen zu können, welches sein Geld wert ist.“ Wer sich das nicht leisten könne oder wolle, solle auf günstigere Angebote zurückgreifen. Laut dem fassungslosen New Yorker Gast hätten die Kellner es vorab abgelehnt, der Runde die Speisekarte zu bringen oder Preise zu nennen. (Heute/CK)

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