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55.000 Euro Strafe für „Frauen-Speisekarte“


Was ist kulinarisch los in Dresden und der Welt

Ein ausgefuchster Gastwirt hat sich eine ganz besondere List einfallen lassen: den weiblichen Gästen Speisekarten ohne Preise auszuhändigen, da ohnehin die männliche Begleitung zahlt. Doch die Aktion kam ihm teuer zu stehen.

Autor: Thomas Hack

Der Gastwirt vom renommierten Restaurant „La Rosa Náutica“ in Perus Hauptstadt Lima hat sich etwas ganz besonderes für seine weiblichen Gäste einfallen lassen, wie aktuell die „Welt“ berichtete: Die holden Damen bekamen vom Kellner Speisekarten ausgehändigt, bei welchen schlichtweg die Preise fehlten. Der Grund: Es zahlt ohnehin die männliche Begleitung und so kann die Dame zwanglos auch die teuersten Gerichte bestellen, wenn sie möchte. Die Männer dagegen bekamen Speisekarten mit Preisen, doch kein Gentleman würde seiner Begleitung wohl aufs Auge drücken, wie hoch der bretonische Hummer tatsächlich zu Buche schlägt. „Frauen könnten so einen romantischen Abend genießen, ohne sich über die Kosten sorgen zu machen“, soll es als Begründung geheißen haben. Perus Nationales Institut für die Verteidigung des freien Wettbewerbs sah das Ganze jedoch etwas anders…

„Chauvinistisches Konstrukt“

Die Behörde beschloss, dem Gastwirt eine Strafe von 55.000 wegen Diskriminierung aufzuerlegen und ging sogar noch einen Schritt weiter: Der trickreiche Restaurantbesitzer muss auf einem aufgestellten Schild gut lesbar beteuern, dass Diskriminierung im „La Rosa Náutica“ nicht geduldet werden würde. „Diese kleinen Dinge mögen harmlos wirken“, soll der Welt zufolge Liliana Cerrón, Mitarbeiterin der Behörde dazu gesagt haben. „Aber am Ende des Tages sind sie die Basis für ein chauvinistisches Konstrukt, das die Unterschiede zwischen Männern und Frauen untermauert.“

Dazu muss allerdings gesagt werden, dass Damen-Speisekarten ohne Preise keine Erfindung dieses Peruanischen Restaurants sind. Bis etwa in die 1980er-Jahre waren solche Karten ohne Preise auch in unseren Breiten in der gehobenen Gastronomie nicht unüblich. Tatsächlich aus dem Grund, damit die Dame nach Herzenslust bestellen kann, ohne sich über die Preise Gedanken machen zu müssen, denn bezahlt hat an solchen Abenden praktisch immer der männliche Begleiter. (welt.de/TH/CK)

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