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Bonpflicht spaltet die Verbraucher



Für die einen ein Bürokratie- und Müllmonster, für die anderen ein notwendiger Schritt, um gegen Steuerhinterziehung vorzugehen – die Deutschen sind hinsichtlich der Bonpflicht gespalten. © Andrey Popov/stock.adobe.com)

Quittungen für Kleinstbeträge an der Eisdiele oder beim Bäcker? Viele Bundesbürger lehnen die Bonpflicht ab – vor allem aus Umweltgründen. Doch auch die Gruppe der Befürworter ist relativ groß…

Autor: Thomas Hack


Die seit Januar geltende Kassenbonpflicht ist bei Gästen und Verbrauchern hoch umstritten. So lehnt eine knappe Mehrheit der Menschen die neue Regelung ab, doch immerhin gut ein Drittel befürwortet sie auch – vor allem, weil sie Steuerhinterziehung erschwere. Das zeigt eine Studie des Marktforschers YouGov. Elektronische Belege per Mail finden dagegen kaum Zuspruch. Konkret lehnen demnach 56 Prozent der Befragten die seit Jahresanfang geltende Bonpflicht ab. 32 Prozent sprechen sich dafür aus.


Steuern wichtiger als Müll

Verbraucher lehnen die Kassenbonpflicht vor allem deshalb ab, weil dadurch zusätzliche Müllberge entstehen (86 Prozent). Viele Deutsche (64 Prozent) glauben zudem, dass damit keineswegs Steuerhinterziehung im großen Stil unterbunden werden kann. Rund 40 Prozent der Kritiker glauben, dass Händler wegen der Umstellung auf neue Kassen quasi selbst kräftig zur Kasse gebeten werden. Ebenso hoch ist der Anteil derer, die die vielen Zettel im Portemonnaie nerven. Unter den Befürwortern der Bonpflicht folgen viele der Argumentation des Gesetzgebers: Fast drei Viertel (74 Prozent) meinen, das Erschweren von Steuerhinterziehung durch die Bonpflicht wiege schwerer als Nachteile der Vorschrift wie mehr Müll. Auch nutzt gut jeder Dritte (35 Prozent) Kassenzettel für die persönliche Haushaltsführung.


Nur wenige befürworten die Mail-Variante

Dabei muss der Handel mit dem neuen Gesetz Quittungen nicht zwingend auf Papier ausgeben – auch per Mail oder per Handy ist der Bon in Deutschland erlaubt. Hier sind die Deutschen aber skeptisch: Nur rund 30 Prozent der Menschen in der YouGov-Umfrage finden, die elektronische Variante per Mail sei eine gute Alternative. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) hält das Eintippen von Mail-Adressen an der Ladenkasse für zu umständlich und mehr als vier von zehn Befragten (42 Prozent) wollen ihre Mail-Adresse nicht überall preisgeben. Überhaupt verzichten Verbraucher im Alltag oft auf den Kassenbon. Nur eine kleine Minderheit (17 Prozent) nimmt immer eine Quittung beim Einkaufen mit, viele wollen gerade bei kleinen Beträgen keinen Beleg. Nur bei größeren Anschaffungen oder für den Fall eines Umtauschs gehen einige (37 Prozent) mit Quittung auf Nummer sicher. (dpa/TH)

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