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Die Verpackung gleich mitsnacken


Zehn auf zehn Zentimeter misst der Algenblatt-Prototyp. (Foto: ©Nordsee GmbH/ Alfred-Wegener-Institut [AWI], Hochschule Bremerhaven)


Nachhaltigkeit wird im Außer-Haus-Markt vor allem bei Verpackungen großgeschrieben. Forscher haben nun eine neue essbare Lösung für den To-Go-Sektor entwickelt. Der Rohstoff dazu kommt aus dem Wasser.

Autor: Kristina Presser

Bremerhavener Wissenschaftler haben den Prototyp einer essbaren Snackbox aus Algen entwickelt. In spätestens drei Jahren soll der Essensbehälter in die industrielle Produktion gehen. Das Projekt läuft bereits seit zwei Jahren. Der jetzt entstandene Prototyp – ein 10 x 10 Zentimeter großes Algenblatt – sei von Testern Mitte Februar in den Nordsee-Filialen in Bremerhaven und Bremen positiv bewertet worden, wie Ramona Bosse, Lebensmitteltechnologin an der Hochschule Bremerhaven und an der Forschung beteiligt, berichtete. „Sie waren mit dem Geschmack und mit dem Aussehen zufrieden.“ Die grün-bräunliche Box habe einen leicht salzigen Geschmack. Sei aber nicht fischig. „Viele waren erstaunt, wie neutral das Material schmeckt und riecht“, sagte Bosse.


Gemeinsam mit der Fischrestaurantkette Nordsee hatte das Alfred-Wegener-Institut (AWI) der Hochschule Bremerhaven im März 2018 das aus Bundesmitteln geförderte Forschungsprojekt „Mak-Pak“ gestartet. Ziel war es, einen aus Makroalgen produzierten Behälter für den Außer-Haus-Verzehr herzustellen, der essbar ist.


Dies ist nun gelungen. Im nächsten Schritt müssen, wie die Forscherin mitteilt, zunächst erneut Fördergelder eingeworben werben, um das Verpackungsmaterial im Fortlauf für die Maßstäbe der industriellen Produktion zu optimieren. Dazu werde neben Algen auch mit anderen Biostoffen experimentiert. Am Ende des Projekts sollen zwei Materialien in die Behälter-Produktion gehen können: ein festes und ein biegbares.


„Wir freuen uns sehr über den ersten Prototypen und das positive Feedback unserer Gäste. Es ist uns sehr wichtig, dass die Verpackungen für den Außer-Haus-Verzehr aus nachwachsenden und nachhaltigen Rohstoffen sind, um Umwelt und Ressourcen zu schonen“, sagt Andreas Gertzobe, Geschäftsführer Nordsee GmbH.


Wie das Umweltbundesamtes darlegt, hat der bundesweite Verbrauch von Serviceverpackungen in der Gastronomie immens zugenommen: Von 110.000 Tonnen im Jahr 2000 erhöhte sich der Verbrauch auf 303.000 Tonnen im Jahr 2017. (dpa/lni/Nordsee/KP)

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