Dresden: Radeberger bleibt in den weltweiten Top 25 – Biermarkt schrumpft weiter
- Redaktion

- 17. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Weitere Einordnungen und Entwicklungen der Branche findet ihr in der Region-Radar-Übersicht.

Der weltweite Biermarkt steht weiter unter Druck. Nach aktuellen Zahlen des Nürnberger Hopfenhändlers BarthHaas haben die 40 größten Brauereigruppen der Welt im Jahr 2025 rund fünf Milliarden Liter weniger Bier produziert als im Vorjahr. Der Ausstoß sank um 3,1 Prozent auf knapp 159 Milliarden Liter.
Für Sachsen ist dabei besonders eine Zahl interessant: Die Radeberger Gruppe bleibt zwar die größte deutsche Brauereigruppe, verliert im internationalen Ranking jedoch zwei Plätze und landet mit knapp einer Milliarde Liter Bier auf Rang 25 der Welt.
Biergiganten verlieren weiter an Volumen
An der Spitze der Branche steht weiterhin AB InBev aus Belgien mit 48,4 Milliarden Litern Bier. Dahinter folgt Heineken aus den Niederlanden mit 23,6 Milliarden Litern.
Doch selbst diese globalen Marktführer mussten Rückgänge hinnehmen.
Die Entwicklung zeigt deutlich: Der weltweite Bierkonsum wächst längst nicht mehr automatisch. Stattdessen kämpfen viele Brauereien mit veränderten Konsumgewohnheiten, steigenden Kosten und einer zunehmenden Nachfrage nach Alternativen.
Radeberger bleibt Deutschlands Nummer eins
Für Sachsen bleibt die Radeberger Gruppe dennoch ein Schwergewicht der Branche.
Mit knapp einer Milliarde Litern Ausstoß liegt das Unternehmen weiterhin deutlich vor vielen nationalen Wettbewerbern. International reicht das aktuell für Platz 25.
Allerdings zeigt auch die Entwicklung in Radeberg, dass sich selbst etablierte Marktführer dem rückläufigen Biermarkt nicht entziehen können.
Aus unserer Sicht ist das für Dresden und die Region besonders relevant. Die Radeberger Gruppe gehört zu den wichtigsten Akteuren der deutschen Brauwirtschaft und ist eng mit der gastronomischen Identität Sachsens verbunden.
Paulaner überrascht – andere verlieren deutlich
Während viele Brauereien rückläufige Zahlen melden, sorgt Paulaner für eine der größten Überraschungen des Jahres.
Die Münchner steigerten ihren Ausstoß um fast 15 Prozent auf 759 Millionen Liter und kletterten auf Rang 29 der Welt.
Weniger positiv verlief das Jahr für andere deutsche Anbieter.
Die TCB Beteiligungsgesellschaft mit Marken wie Feldschlößchen, Frankfurter Brauhaus und Gilde verlor vier Prozent und rutschte auf Rang 30 ab.
Oettinger fiel auf Platz 32 zurück.
Krombacher konnte seinen Ausstoß leicht steigern, verlor aber dennoch einen Rang und landete auf Platz 33.
Bitburger musste einen Rückgang von zehn Prozent verkraften und fiel auf Platz 35 zurück.
Was bedeutet das für Dresden und die Region?
Wir sehen seit Jahren eine Entwicklung, die viele Gastronomen bereits im Alltag beobachten.
Der klassische Bierkonsum verändert sich.
Während früher vor allem Menge zählte, stehen heute Vielfalt, Qualität und bewusster Genuss stärker im Fokus.
Besonders auffällig ist die steigende Nachfrage nach alkoholfreien und alkoholreduzierten Varianten. Genau auf diese Bereiche setzen mittlerweile viele große Brauereien.
Für Dresden bedeutet das auch Veränderungen in Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungswirtschaft.
Wer heute Bier verkauft, verkauft längst nicht mehr nur Pils.
Craft-Biere, regionale Spezialitäten, alkoholfreie Varianten und neue Getränkekonzepte gewinnen an Bedeutung.
Der Druck auf die Branche wächst
BarthHaas spricht von einem Trend, der sich bereits seit mehreren Jahren fortsetzt.
Nur wenige der weltweit größten Brauereien konnten 2025 nennenswerte Zuwächse erzielen.
Gleichzeitig suchen viele Unternehmen nach neuen Geschäftsfeldern außerhalb des klassischen Biermarktes.
Wir finden diese Entwicklung bemerkenswert, weil sie zeigt, dass selbst eine traditionsreiche Branche wie die Brauwirtschaft vor einem grundlegenden Wandel steht.
Wer künftig erfolgreich sein will, muss deutlich flexibler auf Konsumtrends reagieren als noch vor zehn oder zwanzig Jahren.
Unser Fazit
Die aktuelle BarthHaas-Auswertung zeigt vor allem eines: Der globale Biermarkt wächst nicht mehr selbstverständlich.
Für Sachsen bleibt die Radeberger Gruppe trotz leichter Verluste ein international relevanter Player. Gleichzeitig wird deutlich, dass neue Konzepte, alkoholfreie Produkte und veränderte Trinkgewohnheiten immer stärker über den Erfolg der Branche entscheiden.
Für Dresden und die Region ist das eine Entwicklung, die weit über die Brauereien hinausgeht. Sie betrifft Gastronomie, Hotellerie, Veranstaltungen und letztlich auch die regionale Genusskultur.
Wir bleiben an diesem Thema dran.
GastroRadar Dresden
Erhalten Sie jede Woche die wichtigsten Branchenentwicklungen für Gastronomie, Hotellerie und Tourismus.
👉 Jetzt kostenfrei abonnieren
Mehr Einordnung statt Schlagzeilen?
Wir analysieren Entwicklungen der Gastronomie regelmäßig.
👉 Weitere Themen im Gastro-Radar
👉 News-Ticker für aktuelle Entwicklungen
Diskussionsfrage
Steckt die Bierbranche in einer vorübergehenden Konsumflaute oder erleben wir gerade einen dauerhaften Wandel hin zu alkoholfreien und alternativen Getränken?
Tags
#gastroRadar #lustaufdresden #Radeberger #Biermarkt #Brauereien #Sachsen #Dresden #Gastronomie #Hotellerie #Getränketrends #Alkoholfrei #Paulaner #Bitburger #Krombacher
Autor
Redaktion Lust auf Dresden
Redaktionshinweis: Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und vorbereitet; alle veröffentlichten Angaben wurden redaktionell geprüft.











