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Endet jetzt die Billigfleisch-Ära?


Die Supermärkte profitieren von den Lockvogel-Angeboten bei Billigfleisch. (Foto: ©Joshhh/stock.adobe.com)

Es brauchte erst Corona-Ausbrüche in Schlachtbetrieben, um Billigfleisch und dortige Arbeitsbedingungen (erneut) scharf zu kritisieren. Jetzt liegen die Themen wieder prominent auf den Tischen der Politiker. Auch Verbraucher wünschen sich, laut Umfrage, schärfere Gesetze.

Autor: Kristina Presser

Die große Mehrheit der deutschen Bundesbürger wünscht sich eine schärfere Regulierung von Schlachtbetrieben – selbst, wenn dadurch die Preise steigen. Das geht aus dem aktuellen ZDF-Politbarometer* hervor. 92 Prozent der Umfrageteilnehmer würden schärfere Gesetze befürworten. Allerdings glauben nur 55 Prozent der Befragten, dass die Bürger generell bereit seien, mehr Geld für Fleisch auszugeben.


Hintergrund der ZDF-Umfrage sind die jüngsten Corona-Ausbrüche in Schlachtbetrieben, seit denen nicht nur die Billigpreise für Fleischprodukte im Supermarkt massiv in der Kritik stehe, sondern auch die Arbeitsbedingungen in der Industrie. Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner tauschte sich dazu am Freitag, 26. Juni 2020, mit Amtskollegen und Vertretern der Branche aus.


„Der Handel wird schwierig zu überzeugen sein“

Kurz vor dem Branchengespräch hatte die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser die Notwendigkeit eines Umbruchs betont. „Die Zukunft wird sicherlich anders aussehen, als die Gegenwart aussieht“, sagte sie am Freitag in einem Interview mit dem Sender WDR 5. Im Interesse von Mitarbeitern, Landwirten und Tieren müsse es dringend Änderungen geben. Allerdings betonte die Ministerin auch, wie schwierig es sei, in einem eingespielten System Veränderungen herbeizuführen: „Der Handel wird sicherlich schwierig zu überzeugen sein, von Lockvogel-Angeboten abzusehen.“ (dpa/KP)

*Für die Befragung wurden von der Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 23. bis 25. Juni 2020 1.227 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch befragt. Dabei werden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.

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