FOLGEN DER KRISE: Insolvenz: Arko, Eilles und Hussel stellen Antrag in Eigenregie


Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Systemgastronomie, Andrea Belegante, kritisiert die jüngsten Corona-Beschlüsse und fordert schnelle Wiedereröffnungsperspektiven für die Branche.

Autor: Kristina Presser Die monatelange Schließung von Geschäften im Einzelhandel fordert ihren Tribut: Die zur Deutschen Confiserie Holding (DCH) gehörenden Fachhändler Arko, Eilles und Hussel haben beim Amtsgericht Norderstedt in Schleswig-Holstein vorläufige Insolvenz in Eigenregie beantragt. Grund für den Schritt seien die Belastungen durch die Corona-Krise. Der Geschäftsbetrieb der auf Süßwaren, Kaffee und Tee spezialisierten Geschäfte solle in vollem Umfang weitergeführt werden, teilte einer der Geschäftsführer der DCH-Gruppe, Patrick G. Weber, jüngst mit. Löhne und Gehälter seien, laut der beiden vorläufigen Sachwalter Dietmar Penzlin und Tjark Thies, über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Das Amtsgericht sei den Anträgen gefolgt.


Neuer Beschluss zur Insolvenzantragspflicht

Die wirtschaftliche Not zahlreicher Unternehmer durch den Lockdown war auch erneut Thema bei der jüngsten Bund-Länder-Schalte am Dienstag, 19. Januar 2021. Die Bundesregierung und Ministerpräsidenten einigten sich daher darauf, die Insolvenzantragspflicht für Geschäftsleiter von Unternehmen bis Ende April auszusetzen. Voraussetzung dafür ist, dass diese Unternehmen einen Anspruch auf die Gewährung finanzieller Hilfeleistungen im Rahmen staatlicher Hilfsprogramme zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie haben und auch rechtzeitig einen entsprechenden, aussichtsreichen Antrag gestellt haben.

Die DCH betreibt eigenen Angaben zufolge unter den Marke Arko, Eilles und Hussel bundesweit rund 300 eigene Filialen, weitere Filialen und Franchisebetriebe in Österreich und Tschechien sowie rund 4000 Verkaufsstellen im Lebensmitteleinzelhandel und in Bäckereien. Die Unternehmensgruppe betreibt beschäftigt rund 1600 Mitarbeiter und erreichte zuletzt einen Jahresumsatz von 140 Millionen Euro.


DCH-Geschäftsführer auch Inhaber des Grandhotel Heiligendamm

Besonders prekär dürfte die Lage nun vor allem für Paul André Morzynski werden, wie Businessinsider berichtet. Er ist ebenfalls Geschäftsführer der Deutschen Confiserie Holding und gleichzeitig Geschäftsführer des Grand Hotel Heiligendamm, zusammen mit Thies C. Bruhn. Seit November 2020 ist das Luxushotel aufgrund des bundesweiten Lockdowns für touristische Übernachtungen geschlossen. (dpa/Bundesregierung/Businessinsider/northdata.de/KP)

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