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Grüne Verpackungen boomen




Mit Klimamodellen und Drohnen gegen den Wassermangel im Weinberg: Damit auch neue Rebstöcke bei ausbleibendem Regen überleben, soll nun Hilfe aus der Luft und vom PC kommen.

Autor: Thomas Hack

Vor allem für den Bar-Bedarf werden jede Menge nachhaltige Alternativen angeboten – allen voran für Strohhalme. Statt der Plastik-Einmal-Variante gibt‘s Glas-Trinkhalme in unterschiedlichsten Farben, mit und ohne Aufdrucke (s. Barbaydos), oder Edelstahl-Röhrchen in Schwarz, Silber oder Bronze (s. Barstuff). Vorteil: Beide Materialien lassen sich problemlos spülen, sind hygienisch und wiederverwendbar. Außerdem findet man Papier-Strohhalme, Trinkhalme aus Stroh oder Nudeln (Makkaroni) oder essbare Strohhalme, zum Beispiel auf Basis von Getreide und Apfelfasern, Stevia und Zitronensaure (s. Wisefood).

Umweltfreundliches Einmal-Besteck und -Geschirr

Auch bei Einmal-Geschirr und -Besteck für den Außer-Haus-Markt tut sich einiges. Viele Verpackungshersteller setzen auf nachwachsende Rohstoffe wie Holz, aus dem beispielsweise Kiefernholz-Schiffchen, -Schalen oder -Tüten produziert werden, oder Pappteller und -schalen – entweder gänzlich aus Frischfaserkarton (s. Papstar) oder als Recyclingpapier mit Frischfaseranteil (s. Weber Packaging). Von beiden Herstellern sind zudem Teller aus Zuckerrohr-Pflanzenresten erhältlich. Das Jungunternehmen Leef Blattwerk zeigt auf der Newcome, im Start-up-Bereich der INTERGASTRA, außerdem Geschirr aus Palmblätter, die nicht chemisch behandelt wurden und aus einer fairen Wertschöpfungskette stammen. Selbst Backformen aus Pappelholz, wie Pacovis sie anbietet, sind erhältlich.

Als Lösung für Heißgetränke-Becher gibt es inzwischen Pappbecher, die mit einer Bio-Kunststoff-Innenbeschichtung (PLA) versehen sind, oder komplett aus dem Bio-Kunststoff PLA gefertigt sind (glasklar oder in verschiedenen Farben). Polylactid basiert auf Maisstärke, ist damit ebenfalls ein nachwachsender Rohstoff und recycelbar.


Essbare Löffel

Besteck gibt es in unterschiedlichen Formen vor allem aus Holz oder C-PLA (einem industriell kompostierbaren Kunststoff aus Pflanzenstärke). Das Start-up Spoontainable hat sich außerdem auf eine essbare Löffelvariante spezialisiert – hauptsächlich Eisslöffel aus Fasern der Kakaoschale und Hafer.


Aus allen bereits genannten Materialen (und von den genannten Herstellern) findet man zudem Service-Verpackungen für den To-go-Bereich aus. Take-Away-Schalen und -Bowlen aus braunem Zuckerrohr eignen sich für kalte und heiße Gerichte und können sogar in der Mikrowelle, im Backofen sowie in der Tiefkühlung verwendet werden. Hitzebeständige Wrap-Becher, Boxen und Suppen-Becher gibt es aus Pappe oder Graspapier mit entsprechender PLA-Innenbeschichtung. Vielfältige Möglichkeiten also, um problemlos umzusteigen und auf der grünen Verpackungswelle mitzureiten.

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