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Medikamente zum Abnehmen


Medikamente zum Abnehmen (Foto: Redation)


DGPWissenschaftler analysierten, welche Gewichtsverlusterfolge mit 5 zugelassenen Adipositas- Medikamenten erzielt werden können. Außerdem bewerten sie den Effekt der Medikamente auf wichtige Herz-Kreislauf-Marker und wie stark die Medikamente mit Nebenwirkungen behaftet waren.


Kurz & fundiert

In Deutschland sind zum heutigen Stand 3 Medikamente zur Behandlung von Übergewicht/Adipositas zugelassen, in den USA sind es 5 Medikamente Wissenschaftler bewerteten mit einer Meta-Analyse die Wirksamkeit dieser Medikamente und sprachen Empfehlungen für spezielle Personengruppen, wie z. B. Personen mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko oder begleitendem Typ-2-Diabetes, aus Wenn sich starkes Übergewicht nicht durch eine Verbesserung des Lebensstils verbessern lässt, können Ärzte den betroffenen Personen als unterstützende Maßnahme verschiedene Medikamente verschreiben. Die medikamentöse Behandlung soll die Gewichtsabnahme erleichtern. Zu den in Deutschland zugelassenen Medikamenten zählen Orlistat, Liraglutid und Naltrexon/Bupropion. In den USA sind zwei weitere Medikamente zur Behandlung von starkem Übergewicht zugelassen. Bei diesen handelt es sich um Phentermin/Topiramat und Lorcaserin.


Wissenschaftler beschäftigten sich in ihrer Analyse mit der Wirksamkeit dieser 5 Medikamente. Sie suchten in verschiedenen medizinischen Datenbanken nach randomisierten, kontrollierten Studien mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr, die die Wirksamkeit von einem der genannten Medikamente mit einem Placebo verglichen. In einer Meta-Analyse werteten sie dann aus, wie gut die Medikamente zu einer Gewichtsabnahme beitrugen.


Größte Gewichtsverlusterfolge durch die Medikamentenkombination Phentermin/Topiramat

Die Ergebnisse zeigten, dass alle Medikamente im Vergleich zu Placebo eine Gewichtszunahme begünstigten. Die entsprechenden Zahlen lauteten:

Phentermin/Topiramat (n = 2985) = Differenz zu Placebo: -9,77 kg, 95 % CI -11,73 bis -7,81 Liraglutid (n = 4978) = Differenz zu Placebo: -5,25 kg, 95 % CI -6,17 bis -4,32 Naltrexon/Bupropion (n = 3239) = Differenz zu Placebo: -4,39 kg, 95 % CI -5,05 bis -3,72 Lorcaserin (n = 16 856) = Differenz zu Placebo: -3,08 kg, 95 % CI -3,49 bis -2,66 Orlistat (n = 10 435) = Differenz zu Placebo: -3,07 kg, 95 % CI -3,76 bis -2,37


Lorcaserin: besonders empfehlenswert für Personen mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko

Die Wissenschaftler betonten die gute Verträglichkeit und einfach Anwendung von Lorcaserin und Orlistat; allerdings ließ sich durch die beiden Medikamente eine deutlich geringere Gewichtsabnahme als mit den anderen Medikamenten erzielen. Eine große Studie bestätigte die kardiovaskuläre Sicherheit von Lorcaserin bei Personen mit Herz-Kreislauf-Risiko. Da für Orlistat entsprechende Daten fehlen, schlussfolgerten die Wissenschaftler, dass Lorcaserin die erste Wahl für Personen mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko sein sollte.


Phentermin/Topiramat: Nebenwirkungen müssen besonders streng beobachtet werden

Durch Phentermin/Topiramat sind gemäß dieser Analyse die besten Abnehmerfolge realisierbar. Allerdings traten bei einigen Anwendern neuropsychiatrische Nebeneffekte auf, sodass eine strenge Überwachung bei Anwendung dieser Medikamentenkombination notwendig ist.


Liraglutid eignet sich besonders gut bei adipösen Personen mit begleitendem Typ-2-Diabetes

Die Gewichtsverlusterfolge durch Naltrexon/Bupropion und Liraglutid stuften die Wissenschaftler als moderat ein. Beide erhöhten die Herzrate der Anwender, Naltrexon/Bupropion zudem den systolischen Blutdruck. Liraglutid senkte in Studien hingegen den systolischen Blutdruck. Zudem konnten Typ-2-Diabetes-Patienten durch Liraglutid ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Folglich empfehlen die Wissenschaftler Liraglutid (in einer Dosierung von 3 mg) für adipöse Personen mit Typ-2-Diabetes.


Schlussfolgernd erfüllten alle 5 untersuchten Medikamente ihren Zweck: Sie begünstigten eine Gewichtsabnahme bei Personen mit starkem Übergewicht. Allerdings muss bedacht werden, dass Nebenwirkungen auftreten können und der Einsatz der Medikamente im Gespräch mit dem Arzt sorgsam abgewogen werden muss.


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