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Eine Studie - Personalsituation im Gastgewerbe


Personalsituation im Gastgewerbe
Personalsituation im Gastgewerbe

Dresden/Deutschland, 18.10.2023

Dem Gastgewerbe fehlt es an Nachwuchs und Fachkräften. Corona hat die Krise noch einmal verschärft. Eine Studie hat die Situation der Branche nun umfassend wissenschaftlich analysiert.

Etwa jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Gastgewerbe hat der Branche während der Pandemie den Rücken gekehrt - und bei der Rückgewinnung von Personal kommen die Betriebe einer Untersuchung zufolge nur langsam voran. "Trotz massivem Einsatz von Kurzarbeit sanken in den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 die Beschäftigtenzahlen im Gastgewerbe auf einen historischen Tiefstand", heißt es in der Auftragsstudie der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.


Rund 100.000 Beschäftigte fehlen

Konkret fiel ihre Zahl zwischen 2019 und 2021 laut der Studie um 21,6 Prozent auf 1,78 Millionen. Aktuell seien rund 100.000 Menschen weniger im Gastgewerbe beschäftigt als vor der Pandemie. Doch die Lücke schließt sich allmählich. Die Untersuchung zitiert Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit, wonach schon im kommenden Jahr wieder in etwa so viele Menschen im Gastgewerbe arbeiten werden wie 2019.

Allerdings gelinge der Personalaufbau hauptsächlich über sogenannte Minijobs sowie einen hohen Anteil ungelernter Fachkräfte. Lediglich rund 36 Prozent der Neueinstellungen erfolgten sozialversicherungspflichtig, heißt es in der Studie. Bei den übrigen rund zwei Dritteln handele es sich laut der Statistik um geringfügig entlohnte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vor allem in der Gastronomie - Restaurants, Bars, Kneipen - ist ihr Anteil mit 75 Prozent hoch. Das war er schon immer. Doch der Trend sei vor der Pandemie in eine andere Richtung gegangen, sagte Studien-Co-Autorin Katrin Schmid. "Nun hat er sich erneut umgekehrt."

Insbesondere Minijobber hätten kaum Sicherheit. "Das waren die ersten, die in der Pandemie gehen mussten und damit die ersten, die von heute auf morgen kein Einkommen mehr hatten", sagte NGG-Chef Guido Zeitler. Anders als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben sie kein Anrecht auf Kurzarbeit.


Warum verlassen Mitarbeitende die Branche?

Bei einer NGG-Umfrage unter 4.000 Beschäftigten aus dem Jahr 2022 gab mehr als ein Drittel der Befragten an, sich nicht vorstellen zu können, noch länger im Gastgewerbe zu arbeiten. Davon wiederum nannten 80 Prozent die niedrige Bezahlung als wichtigsten Grund. Der durchschnittliche Bruttomonatslohn lag zum 1. Oktober dieses Jahres der NGG zufolge je nach Bundesland zwischen 2.067 Euro (Mecklenburg-Vorpommern) und 2.622 Euro (Bayern).


Angespannte wirtschaftliche Lage in den Unternehmen

Derweil habe sich der die Zahl der im Gastgewerbe tätigen Unternehmen nach der Pandemie laut der Studie wieder erholt. Das große Kneipen-, Restaurant- und Hotelsterben sei ausgeblieben. Bereits im Jahr 2022 habe es in Deutschland wieder mehr als 159.000 Branchenbetriebe gegeben und damit etwas mehr als vor der Pandemie.


Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) verwies zuletzt jedoch immer wieder auf die weiter angespannte Lage der Unternehmen. Das Sommergeschäft sei schlechter als erhofft gelaufen, hieß es Anfang September. Dem Statistischen Bundesamt zufolge lagen die Umsätze der Branche im ersten Halbjahr 2023 inflationsbereinigt um mehr als zehn Prozent unter dem Halbjahresniveau aus dem Vorkrisenjahr 2019.


Quelle: tophotel.de


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