Sorge um Restaurants löst Welle der Hilfsbereitschaft aus


Eine groß angelegte Umfrage von Lightspeed hat ergeben, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen die Gastronomiebetriebe nach dem Lockdown besser unterstützen möchten.

Autor: Thomas Hack Das Gastgewerbe ist vom Lockdown besonders hart betroffen. Doch wie nehmen Menschen außerhalb der Branche die Situation wahr? Was wünschen sich die Gäste für die Zeit nach dem Lockdown von der Gastronomie? Dieser und weiteren Fragen ist der Kassensystem- und E-Commerce-Anbieter Lightspeed nachgegangen und hat eine internationale Online-Umfrage durchgeführt – mit erfreulichen Ergebnissen: Insbesondere in Deutschland zeigen sich zahlreiche Befragte mit dem Gastgewerbe solidarisch und erklären sich bereit, der Branche nach dem Lockdown zu helfen – mit höheren Trinkgeldern, vermehrten Besuchen und dem Akzeptierengestiegener Preise.


Nach Lockdown: Mehr Restaurantbesuche und höhere Trinkgelder

Die meisten Gäste sind offenbar bereit, die gebeutelten Gastronomen nach Kräften zu unterstützen, sobald die Restaurants wieder öffnen dürfen. So wäre jeder Vierte (27 %) dann bereit, mehr Trinkgeld zu geben. Noch deutlich mehr, nämlich über 40 %, würden dafür bewusst auch öfter essen gehen als vor dem Lockdown, noch einmal jeder Siebte mehr Essen zum Liefern bestellen. Selbst Preiserhöhungen, sonst stets ein heikles Thema, sind kein Tabu: Fast zwei Drittel (62 %) der Befragten wären bereit, mehr für ein Gericht zu zahlen, wenn das betreffende Restaurant aus finanzieller Not heraus seine Preise erhöhen müsste.


Sehnsucht nach Zusammensein

Nach einem langen Lockdown wollen die Gäste offensichtlich nichts lieber, als wieder auszugehen und sich mit anderen zu treffen. Hierfür würde die Mehrheit der Befragten zuerst in ein klassische Restaurants gehen (63 %). Erst mit weitem Abstand folgen Cafés (11 %) und die gehobene Gastronomie (9 %). Ein Besuch in der Bar (6 %) oder bei der Fast- Food-Kette (2 %) ist hingegen nochmal weniger gefragt. Auf die Frage, was sie denn beim Essengehen am meisten vermissen, nannten über 60 % das Zusammensein mit Familie (37 %) und Freunden (30 %). Weniger als 1 % würden zu ihrem ersten Restaurantbesuch nach dem Lockdown hingegen ihre Schwiegereltern mitnehmen.

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Gäste wünschen Beibehalten von Lieferdiensten und digitalen Speisekarten

Auch eine Handlungsempfehlung für die Zukunft geben die Befragten der Gastronomie mit auf den Weg: 36 % sind der Meinung, dass Restaurants ihr Essen auch weiterhin auf mehreren Kanälen – zum Liefern, zum Abholen und vor Ort – anbieten sollten. Auch eine digitale Speisekarte sehen viele (35 %) künftig als Must-have an, ebenso wie die Möglichkeit, kontaktlos zu bezahlen (28 %).

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