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Stoppt Schimmel – rettet Lebensmittel!


Was schimmelt, muss in den Abfall, oder doch nicht immer? Die Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Zu gut für die Tonne! beantwortet diese Frage und gibt Tipps, wie man Schimmel vorbeugt.

Im Kühlschrank, auf dem Käse oder dem Brot: Schimmel kennt jeder aus dem Haushalt. Fast alle Giftstoffe, die Schimmelpilze bilden, die sogenannten Mykotoxine, können nicht durch Hitze oder Kälte zerstört werden. Kochen oder Einfrieren hilft also nicht, aber muss Angeschimmeltes immer komplett weggeworfen werden?

Abschneiden geht nur bei Hartkäse

Bei Hartkäse kann man Angeschimmeltes großzügig wegschneiden und den Rest des Käses essen. Hartkäse enthält besonders wenig Feuchtigkeit, sodass sich die Schimmelsporen nicht vermehren können. Bei allen anderen Käsesorten ist das anders. Die beste Vorbeugemaßnahme: Im Kühlschrank aufbewahren und Käse „atmen“ lassen. Das kann er zum Beispiel in speziellen Dosen mit Ventil oder in Butterbrotpapier.

Verschimmeltes Brot muss weg

Angeschimmeltes Brot ist nicht mehr zu retten. Da Brot viel Feuchtigkeit enthält, kann sich der Schimmel bereits fürs bloße Auge unsichtbar im gesamten Brot ausgebreitet haben. Vorgeschnittenes Brot ist besonders anfällig für Schimmel. Es ist daher sinnvoller Brot im Stück zu kaufen.

Verdorbene Nüsse: Lieber Spucken statt schlucken Nüsse die schimmeln, ranzig oder bitter schmecken, sollten in den Abfall. Schon bitter schmeckende Exemplare können gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Also: Lieber spucken, statt schlucken. Der beste Schutz vor Schimmel ist für ganze Nüsse eine kühle, trockene und luftige Lagerung. Tüten mit gemahlenen oder geschälten Nüssen legt man am besten in den Kühlschrank, sobald sie angebrochen sind – und braucht sie schnell auf. Gemahlene Nüsse sind übrigens besonders anfällig für Schimmel, weil die Angriffsfläche größer ist.

Gewürze nicht über dem Herd lagern

Ähnlich wie bei Nüssen ist bei Gewürzen die Angriffsfläche für Schimmelpilzsporen groß und Schimmel schwer zu erkennen. Generell gilt: Gewürze sind trocken und dunkel zu lagern, um Schimmel vorzubeugen. Über dem Herd, wo es feucht ist, sollte das Gewürzregal deshalb nicht hängen.

Schimmel mit Essigwasser stoppen

Hat es im Kühlschrank oder der Brotbox geschimmelt, bekämpft man die Sporen am besten mit Essigwasser. Wer regelmäßig damit putzt, beugt Schimmel vor.

Weißer Reif – aber kein Schimmel

Nicht alles Weißliche ist Schimmel.

- Weißer Reif auf Schokolade kommt zum Beispiel meistens von zu warmer Lagerung, nicht von Schimmelsporen. Auch auf Vanilleschoten kann sich mit der Zeit eine Art weißer Reif bilden, das sind meist ungefährliche Kristalle.

- Weißliche Krümel sind auf Stücken von Serrano-, Schwarzwälder- und Parmaschinken in der Regel ebenfalls kein Grund zur Sorge: Meist handelt es sich um Salzkristalle, die man einfach abreiben kann. Verdorbenen Schinken erkennt man hingegen an gräulichen Stellen und einer schmierigen Oberfläche. Er riecht und schmeckt dumpf und sauer.

- Edelschimmelprodukte wie Edelschimmelsalami und Käsesorten wie Camembert umgibt ein sogenannter Kulturschimmel. Er wurde extra hergestellt, um die Lebensmittel zu konservieren und zu schützen. Breitet er sich auf der Salami oder dem Käse zum Beispiel auf die Schnittfläche aus, macht das nichts. Bei Salami wischt man ihn einfach ab. Ist der Schimmel aber unregelmäßig oder hat eine andere Farbe, handelt es sich um fremden, schlechten Schimmel, der Wurst und Käse verdirbt.

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Initiative Zu gut für die Tonne!

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Pro Person und Jahr sind das rund 82 Kilogramm Lebensmittelabfall. Rund zwei Drittel davon wären vermeidbar. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbände, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative. Unter www.zugutfuerdietonne.de finden sich Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste.

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