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Jubiläum: Im „Kastenmeiers“ ist die 100. Ausstellung seit Eröffnung desRestaurants 2010 zu sehen

Steffen Schuster am 15.3.26 im Kastenmeiers
Steffen Schuster am 15.3.26 im Kastenmeiers. Foto Sabine Mutschke

Sie zeigt bis zum 24. April Bilder von Steffen Schuster, die sich im Spannungsfeld zwischen Malerei, Fotografie und digitaler Kunst bewegen. Steffen Schuster, von Hause aus Grafiker und Inhaber einer Marketing- und Eventagentur. lebt und arbeitet in Radebeul.


Er präsentiert im „Kastenmeiers“ Bilder, die er dank einer selbst entwickelten, aufwendigen Technik lange vor dem Einzug von „KI“ kreiert hat. Hier trifft Acrylmalerei auf Fotografie, doch erst nach

sieben Arbeitsschritten und Schichten sind die spannend verfremdeten Bilder von

Frauenkirche, Kronentor oder Semperoper vollendet. Ein weiterer Teil der Ausstellung

widmet sich fiktiven Orten, die als Zeichnung auf dem ipad entstanden sind und die von

Science Fiction und Weltmetropolen inspiriert wurden.


Die Ausstellung trägt bereits die Nummer 100 in der Geschichte des Restaurants

„Kastenmeiers“. Sie kann Montag bis Samstag während der Öffnungszeiten ab 17 Uhr sowie

ab 15 Uhr auch unabhängig von einem Restaurantbesuch besichtigt werden.


Wechselnde Ausstellungen gehören seit Eröffnung 2010 zum Konzept

Im Jahr 2010 erfüllte sich Gerd Kastenmeier einen Traum und eröffnete im Kurländer Palais

sein Fischrestaurant „Kastenmeiers“. Wechselnde Ausstellungen gehören von Beginn an zu

seinem Konzept. Die naturbelassenen Sandsteinmauern erwiesen sich als perfekter

Hintergrund und setzten die Bilder – oft auch für die Künstler überraschend – effektvoll in

Szene. Als das Restaurant „Kastenmeiers“ im Mai 2019 in das Taschenbergpalais umzog,

wurde das Konzept der wechselnden Ausstellungen dort fortgeführt. Hier dienen organische,

in elegantem Grau gehaltenen Lehmputzwände als Bühne für die Kunstwerke und erzielen

ebenso eine spannende Wirkung.


Zuerst stellten Erik Born und Thomas Reichstein aus, gefolgt von Udo Lindenberg

Zur Eröffnung im August 2010 überraschte der Künstler Erik Born, der sich damals noch

NoName nannte, mit Porträts bekannter Persönlichkeiten wie Gorbatschow oder dem Dalai

Lama. Er hatte auch im Kurländer Palais und später im Taschenbergpalais in Sgraffito-

Technik die typischen, in Gold gehaltenen Wände und Säulen gestaltet. Parallel stellte der

sächsische Bildhauer Thomas Reichstein über Jahre eine Auswahl seiner Skulpturen im

Kurländer Palais aus.


Prominente Künstler dank der Kooperation mit der Walentowski Galerie

Die zweite Ausstellung wurde gemeinsam mit den Walentowski Galerie Dresden organisiert

und widmete sich Udo Lindenberg, der die Wände im Oktober 2010 mit seinen Likörellen

schmückte. In Zusammenarbeit mit der Walentowski Galerie fanden später weitere

prominente Künstler den Weg in „Kastenmeiers“. Ein Höhepunkt war die Vernissage mit

Frank Zander, dessen „Zander-Motive“ perfekt zu einem Fischrestaurant passen. Der

German Pop Art Künstler Michel Friess stellte sogar zweimal aus. Auch die Doppelaus-

tellung von Thomas Jankowski und Ralf Leidiger basierte auf der Kooperation mit der

Walentowski Galerie.


Die Mehrzahl der Künstler kommt aus Sachsen

Die meisten Künstler stammen jedoch aus Sachsen und werden nur selten von Galerien

vertreten. Einige wenige haben in den fast 16 Jahren sogar zweimal ausgestellt. Dazu zählt

Kay LEO Leonhardt, mit dem Gerd Kastenmeier eine besondere Freundschaft verbindet.

Der Meißner Künstler gestaltet nicht nur das Weinetikett der Hausedition des Restaurants,

sondern ist auch der „Haus-Künstler“ in Kastenmeiers Wein- und Champagnerbar im

Taschenbergpalais, wo sich viele Restaurantgäste zum Aperitif oder „Absacker“ einfinden.

Hier sind alle Wände mit LEOs kleinformatigen frechen Fischen und schrägen Vögeln

geschmückt, die auf der Stelle gekauft und mitgenommen werden können.


Nach dem Umzug ins Taschenbergpalais wurde die 59. Ausstellung gezeigt

Carsten Linke stellte 2019 bereits die 59. Ausstellung zusammen und präsentierte sie

nach dem Umzug des „Kastenmeiers“ ins Taschenbergpalais als erster Künstler am neuen

Ort. Seitdem folgten 41 weitere Künstler bis zur aktuell 100. Ausstellung des Radebeuler

Künstlers und Grafikers Steffen Schuster, die bis 24. April zu sehen ist.


Meist hängen die Bilder für etwa sechs bis acht Wochen. Das Interesse, hier auszustellen, ist

sehr groß, und die Warteliste reicht bis 2028. Oft bewerben sich Künstler, die noch nicht so

bekannt sind und die Möglichkeit gern nutzen möchten, um sich der Öffentlichkeit

vorzustellen. Das Konzept findet auch bei den Gästen Anklang, viele Stammbesucher

erwarten mit Neugier die nächste Ausstellung. Dass sie am Ende eines schönen Abends ein

Bild kaufen möchten, kommt nicht selten vor im „Kastenmeiers“.


Die Vielfalt der Künstler, Techniken, Stile und Motive ist riesig – ob Siebdruck, Acryl, Öl,

Collagen, Airbrush, Fotografie oder ausgeklügelte Streifentechnik. Hier hingen künstlerisch

verfremdete Stadtansichten und wunderbunte Fantasielandschaften, Porträts von

Prominenten wie Audrey Hepburn, David Bowie, dem Dalai Lama oder Prince. Auch Mickey

Mouse und Superman blickten im „Kastenmeiers“ schon von den Wänden sowie Fische,

Enten, Gänse, naturgetreu gemalte Löwen und ein „LEO“fant. Eins der größten Bilder mit

fast 2x2 Metern malte der Thüringer Künstler Jörg Wolke, der sonst riesige Motive der

Rolling Stones oder von Metallica auf Sattelschlepper malt, die durch ganz Europa reisen.


Was alle Ausstellungen verbindet, ist der kostenfreie Genuss, ob zum Essen oder sogar

außerhalb der Öffnungszeiten. Denn täglich zwischen 14 und 17 Uhr sind interessierte

Besucher auch unabhängig von einem Restaurantbesuch willkommen.


„Kastenmeiers im Taschenbergpalais“

Taschenberg 3, Dresden,

Telefon 0351/ 48 48 48 01


Mehr über Steffen Schuster:

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