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Brot & Wein im ICC Dresden: Wenn Handwerk auf Genusskultur trifft

Noch mehr Genussempfehlungen aus Dresden und der Region findet ihr in unserem Region-Genuss-Guide.

Brotsommelier Tino Gierig vom Dresdner Backhaus und Winzerin Maria Lehmann vom Weingut Lehmann
Brotsommelier Tino Gierig vom Dresdner Backhaus und Winzerin Maria Lehmann vom Weingut Lehmann

Manchmal sind es genau die leisen Themen, die hängen bleiben. Brot und Wein gehört dazu. Zwei Produkte, die jeder kennt – aber selten bewusst zusammen denkt. Am Wochenende im ICC Dresden bekommt genau diese Kombination eine Bühne. Und wir finden: völlig zu Recht.


Denn was hier parallel passiert, ist mehr als nur eine klassische Messe.


Zwei Veranstaltungen, ein Gedanke

Am 18. und 19. April trifft im Internationalen Congress Center Dresden Wein auf Handwerk – und das gleich doppelt:

  • Die Weinmesse Baden-Württemberg Classics bringt rund 40 Weingüter und über 600 Weine, Sekte und Edelbrände nach Dresden

  • Parallel läuft der Branchenabend der SACHSENBACK, bei dem sich das Bäckerhandwerk präsentiert


Was auf den ersten Blick nach zwei getrennten Formaten klingt, greift inhaltlich erstaunlich gut ineinander.


Brot & Wein: Mehr als nur Beilage

Wir haben uns das Thema in den letzten Jahren immer wieder angeschaut – und genau hier wird es spannend: Brot ist bei Weinproben meist Mittel zum Zweck. Neutralisieren, vorbereiten, weitermachen.

Fotos: Sabine Mutsche PR

Im ICC wird daraus mehr.


Brotsommelier Tino Gierig vom Dresdner Backhaus bringt das Thema bewusst auf eine andere Ebene. Für die Weinmesse liefert er Baguette zur Verkostung – klassisch, aber wichtig. Für den Branchenabend geht er weiter und stellt eine gezielte Brotauswahl zusammen, die als Teil des Genusserlebnisses gedacht ist.


Und genau da wird es interessant:

👉 Brot als eigenständiger Partner zum Wein – nicht nur als Begleiter.


Ein Blick hinter die Kulissen

Besonders spannend finden wir den Ansatz, der im Vorfeld entstanden ist: In der Backschule des Dresdner Backhauses haben sich Brotsommelier Tino Gierig und Winzerin Maria Lehmann vom gleichnamigen Weingut aus Diesbar-Seußlitz zusammengesetzt und Kombinationen getestet.


Das klingt erstmal unspektakulär – ist aber genau das, was in der Gastronomie oft fehlt:

👉 echtes Ausprobieren statt Standardlösung.


Mit dabei:

  • Bacchus aus Sachsen

  • Weine aus Württemberg

  • verschiedene Brotsorten, abgestimmt auf Struktur und Aromatik


Das zeigt ziemlich klar, wo die Reise hingehen kann.


Atmosphäre & Zielgruppe

Die Weinmesse selbst bleibt ein klassisches Format – Verkostungsstände, Gespräche mit Winzern, viele Eindrücke auf einmal. Wer schon einmal dort war, weiß: Es geht weniger um Inszenierung, mehr um Inhalt.


Dazu passt auch die Zielgruppe:

  • Weininteressierte

  • Fachpublikum

  • Genießer mit Lust auf Austausch


Was wir positiv sehen:

Die Mischung aus regionalen Betrieben (z. B. aus Sachsen) und Gästen aus Baden-Württemberg bringt Bewegung rein.


Trends, die sichtbar werden

Ein Punkt, der sich klar abzeichnet:

👉 alkoholfreie Weine und Sekte werden immer relevanter

Mit 14 Varianten im Angebot ist das kein Randthema mehr, sondern ein echter Trend. Auch das passt zur Entwicklung, die wir aktuell in vielen Restaurants beobachten.


Unsere Einschätzung

Wir finden: Genau solche Formate braucht es mehr.


Nicht laut, nicht überinszeniert – sondern inhaltlich stark. Die Verbindung von Brot und Wein wirkt erstmal einfach, hat aber deutlich mehr Tiefe, als man denkt.


Wer sich darauf einlässt, nimmt aus solchen Veranstaltungen mehr mit als nur den nächsten Lieblingswein.


Tickets gibt es für 20 Euro bei Eventim sowie vor Ort, die Verkostung der Weine ist inklusive. Wer mit Bus oder Bahn kommt und am Einlass seinen Fahrschein vorzeigt, zahlt dank einer Kooperation mit dem VVO nur 10 Euro. Diese ermäßigten Tickets gibt es nicht im Vorverkauf, sondern nur vor Ort.  www.bwclassics.de


Unsere Empfehlung

Wir empfehlen:

👉 Zeit mitbringen

👉 bewusst probieren

👉 und das Thema Brot nicht unterschätzen


Gerade in Kombination entstehen hier oft die spannendsten Aha-Momente.


Brot und Wein verbindet eine Jahrtausende lange gemeinsame Geschichte, denn beide

Kulturgüter basieren auf der Kunst der Fermentation. Die kulinarische Partnerschaft lässt

sich bis ins Alte Testament zurückverfolgen und ist heute aktueller denn je. Mit Liebe und

Handwerkskunst hergestellte Genussmittel erleben eine Renaissance, von der Bäcker wie

Winzer profitieren können.


Auch wenn man der Kombination von frischem Weizenbaguette und einem Glas

Rotwein immer wieder begegnet: Rein sensorisch passt zu einem hellen, also eher

mild gerösteten Baguette eher ein leichter, fruchtiger Weißwein, wie Silvaner, Müller-

Thurgau, Riesling oder Weißburgunder. Die Fruchtnoten des Weines harmonieren

dann gut mit den Karamell- und Röstaromen des Brotes. Dasselbe gilt für ein

leichtes Weizenmischbrot, dessen leichte Roggennoten gut mit der Fruchtsäure

zusammenpassen. Zu kräftigeren Röstaromen im Baguette oder Weizenmischbrot

darf es ein kräftiger, schwerer Grauburgunder oder Chardonnay sein, dessen

kraftvoller Körper und Schmelz sich gut mit den intensiven Röst- und Malznoten des

Brotes verbindet.


Roggen- und Roggenmischbrot, das kräftige Röst- und Säurenoten vereint,

verträgt ebenfalls kräftige, schwere Weißweine wie Grauburgunder oder

Chardonnay, die ausdrucksstarke, konzentrierte Aromen und Holzeinsatz mitbringen.

Hier darf es aber alternativ auch ein kräftiger, schwerer Rotwein sein: Lemberger

oder Dornfelder mit ihren ausdrucksstarken, konzentrierten Aromen, ausgeprägten

Gerbstoffen und Noten von Barrique gehen mit den intensiven Röstaromen des

Brotes eine gelungene Verbindung ein.


Ölsaaten- und Vollkornbrot sind bei fruchtigen Roséweinen gut aufgehoben. Die

beerigen Aromen des Weines werden von dem mild-nussigen Charakter des Brotes

gut aufgefangen. Kräftigere Varianten von Ölsaaten- oder Vollkornbrot mit deutlich

nussigen und kräftigen Röstmalz-Noten passen gut zu eleganten und konplexen

Rotweinen wie Spätburgunder. Die ausgewogen, vielschichtigen beerig-

würzigen Aromen des Spätburgunders, gepaart mit etwas Holzeinsatz und

moderaten Tanninen verbinden sich wunderbar mit dem deutlich nussigen

Geschmack des Brotes.


Feine süße Backwaren, z.B. Stollen und Torten harmonieren gut mit edelsüßen

Weinen. Fruchtige Aromen und Restsüße des Weines greifen die Süße der

Backwaren auf.


Noch mehr Genuss entdecken?

Wir sind regelmäßig vor Ort und zeigen, was wirklich überzeugt.

👉 Weitere Empfehlungen im GenussGuide

👉 Unsere besten Tipps direkt im News-Ticker


Diskussionsfrage

Ist Brot bei Weinproben für euch nur Beilage – oder unterschätzter Teil des Genusserlebnisses?

Tags


Weinmesse Dresden, Baden-Württemberg Classics, Brot und Wein, Dresdner Backhaus, Genuss Dresden, Weinverkostung Sachsen, ICC Dresden Events, #lustaufdresden

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