Insolvenzen steigen – und das Gastgewerbe steht erneut an der Spitze
- Redaktion

- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Die Zahlen sind nüchtern – aber ihre Aussage ist deutlich:Im Januar 2026 wurden in Deutschland 1.919 Unternehmensinsolvenzen registriert. Ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Was zunächst wie eine moderate Steigerung klingt, bekommt erst durch die Branchenbetrachtung Gewicht:
👉 Das Gastgewerbe weist erneut die höchste Insolvenzhäufigkeit auf.
Weitere Einordnungen und Entwicklungen der Branche findet ihr im Gastro-Radar.
Die entscheidende Zahl: 9,1 Insolvenzen je 10.000 Betriebe
Während der Durchschnitt aller Branchen bei 5,4 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen liegt, kommt das Gastgewerbe auf:
➡️ 9,1 Fälle – mit deutlichem Abstand an der Spitze
Dahinter folgen:
Verkehr & Logistik
Baugewerbe
👉 Branchen also, die ebenfalls stark kosten- und strukturgetrieben sind.
Wir sehen: Das ist kein kurzfristiger Ausreißer
Diese Entwicklung überrascht uns nicht.
Und genau das ist der eigentliche Kern.
👉 Das Gastgewerbe kämpft nicht erst seit gestern
👉 und auch nicht nur wegen einzelner Krisen
Wir sehen hier ein strukturelles Problem:
steigende Kosten (Personal, Energie, Einkauf)
zurückhaltendes Konsumverhalten
geringere Besuchsfrequenz
steigender Preisdruck
👉 Und genau diese Mischung wirkt jetzt.
Weniger große Insolvenzen – aber mehr kleine Betriebe
Ein Detail wird oft übersehen:
👉 Die Gesamtschulden aus Insolvenzen sind gesunken
(von 5,3 auf 3,1 Milliarden Euro)
Das bedeutet:
➡️ Es gehen weniger große Unternehmen insolvent
➡️ Dafür trifft es mehr kleinere Betriebe
Und genau das betrifft die Gastronomie besonders stark.
Was das konkret für Dresden und die Region bedeutet
Wir müssen es klar benennen:
👉 Diese Entwicklung wird auch hier sichtbar werden
Nicht unbedingt in Form spektakulärer Insolvenzen –sondern leise:
kleinere Betriebe verschwinden
Öffnungszeiten werden reduziert
Konzepte werden angepasst
Standorte aufgegeben
👉 Und genau das verändert die Gastronomielandschaft langfristig.
Der eigentliche Druck liegt im Alltag
Viele denken bei Insolvenzen an „gescheiterte Konzepte“.
Das greift zu kurz.
Wir sehen vielmehr:
👉 Es scheitert oft nicht an:
Qualität
Idee
Lage
Sondern an:
➡️ der täglichen Wirtschaftlichkeit
Ein Dienstagabend mit halber Auslastung reicht heute oft schon, um ein Konzept ins Wanken zu bringen.
Was jetzt passiert: Marktbereinigung oder Strukturbruch?
Die große Frage ist:
👉 Ist das eine gesunde Marktbereinigung?
👉 Oder verlieren wir funktionierende Strukturen?
Unsere Einschätzung:
➡️ Es ist beides.
Schwache Konzepte verschwinden
aber auch solide Betriebe geraten unter Druck
Und genau das macht die Situation kritisch.
Unsere klare Haltung
Wir sagen es bewusst deutlich:
👉 Die Gastronomie steht nicht vor einer Krise –
👉 sie ist längst mitten in einer strukturellen Veränderung
Und diese wird nicht kurzfristig verschwinden.
Die entscheidende Herausforderung wird sein:
➡️ Wie Betriebe sich neu aufstellen – wirtschaftlich und konzeptionell
🔽 Mehr Einordnung statt Schlagzeilen?
Wir analysieren Entwicklungen der Gastronomie regelmäßig.
👉 Weitere Themen im Gastro-Radar👉 News-Ticker für aktuelle Entwicklungen
💬 Diskussionsfrage
Erleben wir gerade eine notwendige Marktbereinigung – oder verliert die Gastronomie gerade ihre Vielfalt?
🏷️ Tags & Keywords
Insolvenzen Gastronomie Deutschland, Gastgewerbe Krise 2026, Destatis Insolvenzen, Gastronomie Entwicklung Dresden, wirtschaftliche Lage Gastronomie, #lustaufdresden #gastroRadar #gastronomie #wirtschaft #insolvenz










