Museumstag auf der Festung Königstein: Geheime Räume, DDR-Bunker und Kanonendonner in der Sächsischen Schweiz
- Redaktion
- vor 45 Minuten
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Königstein-Sächsische Schweiz. Die Festung Königstein öffnet zum Internationalen Museumstag am Sonntag, den 17. Mai 2026, Bereiche, die Besucher sonst kaum oder gar nicht zu sehen bekommen. Zwischen historischen Dachstühlen, unterirdischen Kasematten und einem ehemaligen DDR-Atombunker entsteht dabei ein außergewöhnlicher Erlebnistag mitten in der Sächsischen Schweiz.
Besonders spektakulär dürfte erneut das Salutschießen mit der über 300 Jahre alten Festungskanone „Starke Auguste“ werden. Von 14 bis 15 Uhr feuern die „Kurfürstlich Sächsischen Kanoniere Augusts des Starken 1730“ gemeinsam mit den Festungskanonieren die mehr als fünf Tonnen schwere 24-Pfünder-Kanone mit Blindschüssen ab – inklusive historischer Ladezeremonie.
Und genau solche Momente machen die Festung Königstein immer wieder besonders.
Denn hier geht es nicht nur um klassische Museumsbesuche, sondern um echte Erlebnisgeschichte. Wenn die Kanone über dem Elbtal donnert, spürt man ziemlich schnell, warum die Anlage über Jahrhunderte als uneinnehmbare Festung galt.
Ebenfalls selten zugänglich:Der imposante Dachstuhl des Neuen Zeughauses kann am Museumstag von innen besichtigt werden. Mitglieder des Festungsvereins Königstein führen Besucher zwischen 11 und 16 Uhr durch das dreistöckige Dachgeschoss und zeigen dabei auch den historischen Handgöpel, mit dem früher Waffen und Lasten ins Gebäude transportiert wurden.
Das Neue Zeughaus selbst gehört ohnehin zu den spannendsten Bereichen der Anlage. Heute befindet sich dort die Dauerausstellung „Faszination Festung“, die gemeinsam mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr entwickelt wurde. Rund 200 Exponate zeigen dort die Entwicklung von Verteidigungsanlagen, Waffen und Belagerungstechniken über mehrere Jahrtausende.
Richtig eindrucksvoll wird es aber vor allem unter der Erde.
Bei „Festung Unterirdisch“ führen Rundgänge um 11:30 Uhr, 13:00 Uhr und 14:30 Uhr durch verborgene Gänge, Kasematten und historische Bauwerke tief im Inneren der Festung.
Noch außergewöhnlicher ist der Rundgang „Festung Top Secret“ um 13:30 Uhr. Dabei geht es in den ehemaligen DDR-Atombunker im Festungswald – ein Ort, der jahrzehntelang streng geheim war. Heute sorgen Licht- und Toninstallationen dort für ein ziemlich intensives Museumserlebnis.
Wir finden:Genau diese Mischung aus Militärgeschichte, Technik, Architektur und authentischen Originalschauplätzen macht die Festung Königstein weit spannender als viele klassische Museumsorte.
Vor allem Familien, Technikfans, Geschichtsinteressierte und Ausflugsgäste aus Dresden bekommen hier deutlich mehr als nur eine Standardführung geboten. Dazu kommt die Kulisse der Sächsischen Schweiz, die gerade im Frühjahr ohnehin zu den schönsten Ausflugsregionen Sachsens gehört.
Praktisch:Die Führungen durch das Dachgeschoss sind bereits im regulären Festungseintritt enthalten. Für die Untergrundtouren und den Atombunker gibt es Tickets direkt vor Ort oder online.
Außerdem lohnt sich bereits der Blick auf Pfingsten:Am Sonnabend, den 23. Mai 2026, wird die historische „Rote Brücke“ von 1886 wieder mechanisch in Bewegung gesetzt. Der Festungsverein demonstriert dabei eindrucksvoll, wie das frühere Verteidigungssystem funktionierte.
Unser Eindruck:
Die Festung Königstein entwickelt sich immer stärker zu einem Erlebnisort, der Geschichte nicht trocken erklärt, sondern tatsächlich erlebbar macht. Genau deshalb funktioniert das Konzept inzwischen auch bei jüngeren Besuchern erstaunlich gut.
Kontaktdaten
Festung Königstein gGmbH
📞 035021 64607
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