Aperol Spritz in Sachsen unter 7 Euro: Warum Dresden beim Sommerdrink günstiger bleibt als Hamburg oder Berlin
- Redaktion

- vor 4 Stunden
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Der Aperol Spritz bleibt einer der wichtigsten Sommerdrinks der Gastronomie – wird aber deutschlandweit spürbar teurer.
Das Zahlungsunternehmen SumUp hat jetzt neue Zahlen zu den Durchschnittspreisen veröffentlicht. Demnach stieg der bundesweite Durchschnittspreis von 6,48 Euro im Jahr 2025 auf 6,80 Euro im April 2026. Das entspricht einem Plus von 4,94 Prozent.
Besonders auffällig: Zwischen Nord- und Süddeutschland liegen inzwischen deutliche Preisunterschiede. Während Gäste in Hamburg durchschnittlich 8,30 Euro zahlen müssen, bleibt Sachsen mit einem Mittelwert von 6,98 Euro noch vergleichsweise moderat.
Für Dresden ist das durchaus interessant. Denn der Aperol Spritz ist längst mehr als nur ein Cocktail. Er ist inzwischen ein ziemlich guter Indikator dafür geworden, wie sich Gastronomiepreise, Terrassenkultur und Konsumverhalten entwickeln.
Die teuersten Bundesländer:
Hamburg: 8,30 Euro
Bremen: 7,97 Euro
Berlin: 7,78 Euro
Hessen: 7,57 Euro
Mecklenburg-Vorpommern: 7,48 Euro
Sachsen landet mit 6,98 Euro im unteren Mittelfeld. Noch günstiger sind laut SumUp nur:
Sachsen-Anhalt: 6,62 Euro
Baden-Württemberg: 6,54 Euro
Saarland: 5,97 Euro
Bayern: 5,89 Euro
Die Erklärung für Bayern klingt fast schon logisch: Dort drückt laut Untersuchung möglicherweise die starke Bierkultur auf die Aperol-Preise.
Spannend wird es beim Blick auf die Großstädte. Unter den zehn größten Städten Deutschlands ist Leipzig mit 7,35 Euro die günstigste Großstadt im Vergleich. Ganz oben steht dagegen Essen mit 8,47 Euro, noch vor Hamburg.
Wir finden: Genau daran sieht man ziemlich gut, wie unterschiedlich sich Gastrostandorte aktuell entwickeln. In Städten wie Hamburg oder Berlin funktioniert der Aperol Spritz inzwischen oft als Lifestyle-Produkt mit Eventcharakter – inklusive Rooftop-Aufschlag, Szeneviertelbonus und Touristenpreis. In Sachsen bleibt der Drink vielerorts noch näher an dem, was Gäste als „normalen Terrassenpreis“ akzeptieren.
Das heißt aber nicht automatisch, dass alles günstig bleibt. Gerade in Dresden beobachten wir seit zwei Jahren ebenfalls steigende Getränkepreise – vor allem in Innenstadtlagen, an touristischen Spots oder in neuen Konzeptbars. Wer heute noch einen gut gemachten Aperol unter sieben Euro bekommt, schaut oft schon genauer auf die Karte.
Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch: Sachsen ist im bundesweiten Vergleich gastronomisch weiterhin relativ attraktiv unterwegs. Für Gäste ist das positiv. Für viele Gastronomen bleibt es dagegen ein Balanceakt zwischen steigenden Einkaufspreisen, Personalkosten und der Angst, Gäste mit zu hohen Preisen abzuschrecken.
Interessant ist außerdem der regionale Preisanstieg. Besonders stark zogen die Preise in:
Brandenburg (+14,9 %)
Bremen (+10,9 %)
Schleswig-Holstein (+10,9 %)
Nordrhein-Westfalen (+10,4 %)
zurückhaltender oder sogar rückläufig entwickelten sich dagegen:
Saarland (-8,4 %)
Sachsen-Anhalt (-3,2 %)
Baden-Württemberg (-1,8 %)
Aus unserer Sicht wird der Aperol Spritz deshalb zunehmend zum Symbol einer größeren Entwicklung: Gastronomie muss heute gleichzeitig wirtschaftlich funktionieren und trotzdem „bezahlbar wirken“. Gerade bei beliebten Standarddrinks wird das für viele Betriebe zur Herausforderung.
Und ehrlich gesagt merken Gäste Preissteigerungen bei genau solchen Getränken besonders schnell – weil fast jeder inzwischen Vergleichswerte im Kopf hat.
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Website: https://www.sumup.com
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