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DEHOGA Sachsen Landesmeisterschaft in Leipzig: Dresdner Nachwuchstalente dominieren Wettbewerb der Gastro-Azubis

Weitere Einordnungen und Entwicklungen der Branche findet ihr in der Region-Radar-Übersicht.

Platzierung Hofa 1-3
 1. Platz: Elias Wendt – Kempinski Taschenbergpalais Dresden,  2. Platz: Delia Gabriele Längrich – Hotel an der Oper Chemnitz,  3. Platz: Wiebke Schier – INNSiDE by Meliá Leipzig

Im Berufsschulzentrum Leipzig wurde am Donnerstag, 8. Mai 2026, nicht über Fachkräftemangel diskutiert — dort wurde geliefert. Bei der 30. DEHOGA Sachsen Landesmeisterschaft in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen traten 15 der besten Auszubildenden Sachsens gegeneinander an. Filetieren, flambieren, servieren, kalkulieren und improvisieren gehörten dabei genauso zum Wettbewerb wie Präzision, Stressresistenz und handwerkliche Klasse.


Besonders auffällig aus Sicht der Region: Dresden spielte bei den Ergebnissen eine zentrale Rolle. Gleich mehrere Spitzenplatzierungen gingen an Häuser aus der Landeshauptstadt. Im Bereich Koch/Köchin gewann Josef Suba vom Hotel Bülow Palais Dresden den ersten Platz. Rang zwei sicherte sich Ferdinand Küster vom Kempinski Taschenbergpalais Dresden. Auch im Bereich Hotelfachfrau/-mann stand Dresden ganz oben: Elias Wendt vom Kempinski Taschenbergpalais holte den Landestitel.


Dazu kamen weitere starke Platzierungen aus Chemnitz und Leipzig. Delia Gabriele Längrich vom Hotel an der Oper Chemnitz erreichte Platz zwei bei den Hotelfachleuten, während Josefine Lepel vom The Westin Leipzig den Wettbewerb im Bereich Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie gewann. Auch das Hilton Dresden war mit Jasmin Prill auf dem Siegerpodest vertreten.


Was dort in Leipzig sichtbar wurde, passt nicht zu vielen Schlagzeilen der letzten Jahre. Während öffentlich oft über Personalmangel, fehlenden Nachwuchs und sinkende Attraktivität der Branche gesprochen wird, zeigte dieser Wettbewerb ziemlich eindrucksvoll das Gegenteil: junge Leute mit Ehrgeiz, Disziplin und echter Leidenschaft für Gastronomie und Hotellerie.


Koch/Köchin


1. Platz: Josef Suba – Hotel Bülow Palais Dresden

2. Platz: Ferdinand Küster – Kempinski Taschenbergpalais Dresden

3. Platz: Mathilda Scholz – Steigenberger Icon Grandhotel Leipzig


Der Wettbewerb verlangte den Teilnehmern einiges ab. In der Küche mussten anspruchsvolle Warenkörbe verarbeitet werden, im Restaurantbereich ging es um Kreativität, Servicequalität und Veranstaltungsorganisation, im Hotelbereich um professionelles Gastgeberverhalten unter realistischen Bedingungen. Bewertet wurden die Leistungen von Fachjurys aus Praxis, Ausbildung und Branche.


Fachfrau/Fachmann für Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie


1. Platz: Josefine Lepel – The Westin Leipzig

2. Platz: Sarah Hamann – Hotel Pension Flechsig

3. Platz: Jasmin Prill – Hilton Dresden


DEHOGA-Sachsen-Präsident Jens Dzurny brachte es dabei ziemlich klar auf den Punkt. Es sei beeindruckend zu sehen, mit wie viel Leidenschaft junge Menschen die Branche leben. Genau diese Begeisterung mache Gastronomie und Hotellerie besonders.


Wir sehen in solchen Wettbewerben inzwischen weit mehr als reine Nachwuchsförderung. Sie sind auch ein Stimmungsbarometer für die Branche. Und genau deshalb war Leipzig an diesem Tag wichtig. Denn dort standen junge Menschen auf der Bühne, die zeigen, dass Gastgewerbe eben nicht automatisch Krisenbranche bedeutet.


Aus unserer Sicht wird dabei oft unterschätzt, wie anspruchsvoll moderne Gastro- und Hotelausbildung inzwischen geworden ist. Wer heute in Spitzenhäusern wie dem Bülow Palais, dem Taschenbergpalais oder großen Hotels in Leipzig und Chemnitz lernt, bewegt sich längst in hochprofessionellen Arbeitswelten mit enormen Anforderungen an Kommunikation, Organisation, Produktwissen und Belastbarkeit.


Für Dresden bedeutet das auch etwas Positives: Die Stadt bleibt ein starker Ausbildungsstandort im Gastgewerbe. Gerade Häuser wie das Kempinski Taschenbergpalais oder das Bülow Palais zeigen seit Jahren, dass Ausbildung dort nicht als Pflichtprogramm verstanden wird, sondern als echte Investition in Qualität und Zukunft.


Interessant ist außerdem, dass viele dieser Nachwuchstalente später oft selbst prägende Gesichter der regionalen Gastronomie werden. Genau hier entstehen die Küchenchefs, Restaurantleiter und Gastgeber der nächsten Jahre.


Wettkampfleiterin Antje Mikoleit formulierte es passend: Gerade in schwierigen Zeiten brauche die Branche junge Menschen mit Leidenschaft, Kreativität und Durchhaltevermögen. Genau das sei in Leipzig sichtbar geworden.


Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieses Wettbewerbs: Das Gastgewerbe lebt nicht von Diskussionen über Krise oder Personalmangel, sondern von Menschen, die ihr Handwerk ernst nehmen und Lust haben, besser zu werden.


Die Sieger qualifizieren sich nun für weiterführende Trainings und die Deutschen Meisterschaften im Herbst in Mainz. Sachsen schickt damit erneut starke Nachwuchskräfte ins bundesweite Rennen.

Wir bleiben an solchen Themen bewusst dran. Denn wenn man wissen will, wie es um die Zukunft der Gastronomie wirklich steht, sollte man weniger auf Untergangsdebatten hören — und mehr auf das schauen, was junge Leute in Küchen, Restaurants und Hotels tatsächlich leisten.


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Diskussionsfrage:

Wird die Ausbildung im Gastgewerbe öffentlich schlechter dargestellt, als sie tatsächlich ist?


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