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Warum Kaffee auch in Dresden teurer wird – eine Einordnung vom Kaffeekraftwerk

Warum Kaffee auch in Dresden teurer wird – eine Einordnung vom Kaffeekraftwerk

In den letzten Monaten haben wir im Kaffeekraftwerk viele ähnliche Gespräche geführt – mit Cafés, Restaurants und Hotels hier in Dresden. Fast immer geht es um dieselbe Frage: Warum wird Kaffee schon wieder teurer?


Statt still Preise anzupassen, möchten wir erklären, was gerade im Kaffeemarkt passiert – und warum diese Entwicklung auch an einer regionalen Rösterei wie unserer nicht vorbeigeht. Transparenz ist für uns kein Marketingbegriff, sondern Grundlage einer fairen Zusammenarbeit.


Was gerade im Kaffeemarkt passiert

Die Preise für Rohkaffee sind so unbeständig wie lange nicht. Wetterextreme, schlechte Ernten in wichtigen Anbaugebieten und globale Handelsunsicherheiten sorgen dafür, dass die Kosten spürbar steigen. Besonders Arabica-Kaffee, der für viele Spezialitätencafés zentral ist, unterliegt aktuell starken Schwankungen.


Dabei ist es nicht nur der Rohkaffee selbst: Auch Transportkosten, Energiepreise fürs Rösten und Verpackungsmaterial tragen erheblich zur Gesamtkostenentwicklung bei.


Warum das auch uns als Dresdner Rösterei betrifft

Als kleine, handwerklich arbeitende Rösterei spüren wir diese Effekte direkt. Anders als große Konzerne können wir nicht einfach Mengenrabatte nutzen oder Preisschwankungen über Finanzinstrumente abfedern. Jeder Kaffee, den wir rösten, kostet aktuell mehr – ohne dass wir an der Qualität oder am fairen Handel sparen möchten.


Warum wir Preise nicht einfach stabil halten können

Wir stehen für hochwertige, handwerklich geröstete Kaffees und faire Preise für die Produzenten. Das heißt: Preisanpassungen sind manchmal der ehrlichste Weg, um Qualität, Herkunft und Nachhaltigkeit zu sichern. Ein „Stillhalten“ bei den Preisen wäre kurzfristig vielleicht angenehm, langfristig aber weder fair noch nachhaltig – weder für unsere Partnerbetriebe noch für unsere Kundinnen und Kunden.


Was das konkret für Dresdner Gastronomen bedeutet

Für Cafés und Restaurants bedeutet das in der Praxis meist nur moderate Anpassungen: ein paar Cent pro Tasse, abhängig von Mischungen, Portionsgrößen und Zubereitungsarten. Wer die Preise behutsam anpasst und seinen Gästen die Hintergründe erklärt, erfährt in der Regel viel Verständnis – besonders wenn die Qualität weiterhin stimmt.


Unsere Erfahrungen aus Gesprächen mit Gastronomen

Viele Dresdner Betriebe berichten uns, dass ihre Gäste Preisanpassungen akzeptieren, wenn man sie ehrlich kommuniziert. Herkunft, Handwerk und Regionalität sind Argumente, die Vertrauen schaffen und die Entscheidung nachvollziehbar machen. Wir empfehlen, Preiserhöhungen als Gelegenheit zu sehen, die eigenen Gäste über Qualität und Sorgfalt zu informieren – statt nur die Kostensteigerung zu verschweigen.


Partnerschaft statt Überraschung

Für uns ist klar: Transparenz und frühzeitige Kommunikation sind der Schlüssel. Wir wollen keine Überraschungen für unsere Partnerbetriebe. Stattdessen bieten wir offene Gespräche über Mischungen, Mengen und Kalkulationen an, um gemeinsam Lösungen zu finden. Kaffee ist ein Genussprodukt – und diesen Genuss wollen wir weiterhin fair, nachhaltig und nachvollziehbar liefern.


Das Team vom Kaffeekraftwerk Ines und Steve

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