Dresden: Dehoga begrüßt Reformpaket nur teilweise – Kritik an Minijobs und Arbeitszeit bleibt
- Redaktion

- vor 1 Tag
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Weitere Einordnungen und Entwicklungen der Branche findet ihr in der Region-Radar-Übersicht.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) bewertet die Beschlüsse des Koalitionsausschusses zwar als „vorsichtig optimistisch“, warnt jedoch vor neuen Belastungen für die Branche. Vor allem die geplante Erhöhung der Pauschalsteuer auf Minijobs sowie die aus Sicht des Verbandes fehlenden Fortschritte bei der Arbeitszeitflexibilisierung sorgen für deutliche Kritik.
Für die Gastronomie und Hotellerie in Dresden und der Region ist das von erheblicher Bedeutung. Viele Betriebe kämpfen weiterhin mit steigenden Kosten, Personalmangel und einer zurückhaltenden Konsumstimmung. Zusätzliche Belastungen könnten die wirtschaftliche Lage weiter verschärfen.
Minijobs bleiben – werden aber deutlich teurer
Positiv bewertet der Dehoga, dass Minijobs grundsätzlich erhalten bleiben sollen. „Das ist ein wichtiges Signal für unsere Branche“, erklärt Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke.
Gleichzeitig verweist der Verband auf die geplante Erhöhung der Pauschalsteuer von derzeit zwei auf künftig fünf Prozent. Damit würde sich die Steuerlast für Arbeitgeber mehr als verdoppeln.
Zudem bleibt nach Angaben des Verbandes offen, ob Minijobs künftig zusätzlich mit weiteren Sozialabgaben belastet werden könnten.
Schimke warnt deshalb: „Wenn die Bundesregierung die Bedeutung der unverzichtbaren Minijobs anerkennt, braucht es eine Beitragslast, die für Arbeitgeber tragbar bleibt.“
Minijobs sind für die Branche unverzichtbar
Nach Informationen des Dehoga arbeiten in Deutschland rund 6,8 Millionen Menschen in einem Minijob. Gerade in Gastronomie und Hotellerie sind diese Beschäftigungsverhältnisse ein zentraler Baustein, um Stoßzeiten, Veranstaltungen und saisonale Schwankungen abzufangen.
Unsere Recherchen und zahlreiche Gespräche mit Gastronomen in Dresden zeigen seit Monaten ein ähnliches Bild: Viele Betriebe könnten ihre Öffnungszeiten oder Veranstaltungen ohne Minijobber kaum aufrechterhalten.
Wir sehen deshalb die Gefahr, dass eine deutliche Verteuerung der Minijobs die ohnehin angespannte Personalsituation zusätzlich verschärfen könnte.
Streitpunkt Arbeitszeit bleibt ungelöst
Besonders kritisch bewertet der Dehoga die ausbleibenden Fortschritte bei der Arbeitszeitflexibilisierung.
Der Verband fordert seit Langem die Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Im Koalitionsvertrag sei die Richtung nach Auffassung des Dehoga eigentlich bereits vorgegeben.
Bislang gebe es jedoch keine Aussage der Bundesregierung, wie mit der massiven Kritik der Arbeitgeber am geplanten Tarifvorbehalt umgegangen werden soll.
„Für das Gastgewerbe bleibt die Umstellung ohne Wenn und Aber eine zentrale Forderung“, betont Schimke.
Steuerfreie Zuschläge und weniger Bürokratie als Lichtblicke
Positiv bewertet der Dehoga hingegen drei angekündigte Vorhaben:
die Ausweitung steuerfreier Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit,
die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung,
den geplanten Abbau von Berichts- und Dokumentationspflichten.
„Diese Maßnahmen sind für unsere Betriebe in Zeiten gewaltiger Herausforderungen von großer Relevanz“, so Schimke.
Für Dresden und die Region bedeutet das …
Die Redaktion von Lust auf Dresden begleitet die Entwicklung der Dresdner Gastronomie und Hotellerie seit mehreren Jahren und steht regelmäßig im Austausch mit Betrieben, Verbänden und Branchenvertretern.
Aus unserer Sicht zeigt die Reaktion des Dehoga vor allem eines: Die Branche begrüßt Entlastungen, sieht aber gleichzeitig die Gefahr, dass neue Belastungen an anderer Stelle die positiven Effekte wieder aufzehren.
Für Dresden bedeutet das konkret, dass insbesondere kleinere Betriebe, Cafés, Restaurants und Hotels mit einem hohen Anteil an Minijobbern die weiteren politischen Entscheidungen sehr genau beobachten werden.
Für die Region ist das relevant, weil Gastronomie und Hotellerie weiterhin zu den personalintensivsten Branchen gehören und zusätzliche Kosten unmittelbar Auswirkungen auf Öffnungszeiten, Investitionen und Beschäftigung haben können.
Fazit
Das Reformpaket der Bundesregierung sendet aus Sicht des Dehoga gemischte Signale. Während einzelne Entlastungen ausdrücklich begrüßt werden, bleiben die Sorgen über steigende Kosten und fehlende Flexibilität beim Arbeitseinsatz bestehen.
Die wichtigste Erkenntnis lautet deshalb: Ob das Reformpaket tatsächlich zur Entlastung der Branche beiträgt, wird sich erst in den kommenden Gesetzgebungsverfahren entscheiden.
Wir bleiben an dem Thema dran, weil die Auswirkungen weit über die Gastronomie hinausreichen und unmittelbar die wirtschaftliche Entwicklung in Dresden und der Region beeinflussen können.
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Diskussionsfrage:
Sollte die Bundesregierung Minijobs stärker regulieren, um die Sozialkassen zu entlasten – oder gefährdet sie damit die wirtschaftliche Stabilität vieler Gastronomie- und Hotelbetriebe?
Tags:
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Autor:
Redaktion Lust auf Dresden
Redaktionshinweis:
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI bei Recherche, Strukturierung und Textvorbereitung erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft und bearbeitet.











