Jetzt wird’s rot: Dresdens Erdbeerwoche startet in die Pflückzeit
- Redaktion

- 1. Juni
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Die Erdbeerzeit in Dresden ist in dieser Woche deutlich konkreter geworden. Nach dem vorsichtigen Anlauf Ende Mai gibt es nun den ersten wirklich belastbaren Selbstpflück-Tipp im direkten Umland: Gut Pesterwitz hat die Selbstpflücke am Feld an der Kohlsdorfer Landstraße gestartet.
Wer lieber löffelt statt pflückt, findet in Dresdens Cafés und Restaurants inzwischen ebenfalls schöne saisonale Spuren, vom klassischen Erdbeerbecher bis zum Spargelsalat mit Sörnewitzer Erdbeeren.
Wo es aktuell Erdbeeren gibt
Gut Pesterwitz bleibt für diese Woche die stärkste Adresse: Der Hofladen führt Erdbeeren im saisonalen Sortiment, geöffnet ist er montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr. Für den schnellen Einkauf lässt sich das gut mit einem kleinen Pesterwitz-Ausflug verbinden, inklusive Blick Richtung Dresden und Weißeritztal. Quelle: Gut Pesterwitz Hofladen
Als überregionaler Preisanker in Sachsen bleibt Karls interessant: Dort werden aktuell 8,95 Euro für die 750-Gramm-Schale an Verkaufsständen genannt, Stand 18. Mai 2026. Zum Saisonstart meldete t-online für Karls 3,30 Euro pro 250-Gramm-Schale; in der Hauptsaison soll der bekannte Kilopreis von 8,90 Euro erreicht werden. Quellen: Karls Preisblog, t-online Dresden
Selbstpflücken: Pesterwitz ja, Hosterwitz noch nicht
Die beste Nachricht für Körbchenmenschen: In Pesterwitz ist das Erdbeerfeld am Kreisverkehr, Kohlsdorfer Landstraße, seit 2. Juni geöffnet, täglich von 8 bis 18 Uhr. Wichtig: Das Feld in Roßthal an der Jochhöhstraße bleibt laut Gut Pesterwitz vorerst noch geschlossen. Quelle: Gut Pesterwitz Selbstpflücke
In Hosterwitz bei Obstbau Robert Rüdiger heißt es noch warten. Die Selbstpflücke ist aktuell geschlossen; als voraussichtlicher Erdbeertermin wird der 8. Juni 2026 genannt, mit 5,50 Euro pro Kilogramm. Der Hofladen ist geöffnet, aber für den Wochenendausflug zum Pflücken sollte man Hosterwitz erst ab Montag wieder fest einplanen. Quelle: Obstbau Rüdiger Selbstpflücke
Bei Erdbeeren Funck ist die Lage differenziert: Die Saisonmeldung vom 1. Juni sagt, dass einige Felder bereits gestartet sind, andere aber wegen Frostnächten im April und Anfang Mai noch brauchen. Der Anbieter weist selbst darauf hin, die Öffnungszeiten nur über die eigene Feldübersicht zu prüfen. Quelle: Erdbeeren Funck
Für die Erlebnisplantage Dresden-Lockwitz des Spargelhofs Ponickau gibt es öffentlich sichtbare Hinweise auf Erdbeerzeit, Beerencafé und Öffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr. Weil die belastbare Tagesöffnung bei Selbstpflückfeldern wetter- und reifeabhängig bleibt, sollte man vor der Fahrt nach Lockwitz oder Weißig noch einmal direkt prüfen. Quelle: Kindaling Erlebnisplantage Lockwitz
Preise: eher stabil, aber nicht billig
Ein harter Dresdner Vorjahresvergleich ist weiterhin schwierig, weil viele Höfe keine sauber archivierten Wochenpreise veröffentlichen. Belastbar ist: Karls hält die 250-Gramm-Schale laut t-online auf dem Niveau der letzten beiden Jahre. Für Sachsen insgesamt berichtet WELT/dpa, die Preise sollten sich am Vorjahr orientieren und lägen bei etwa 4,50 bis 6,50 Euro pro 500 Gramm. Quelle: WELT/dpa
Die Erntelage wirkt freundlicher als in den schwachen Frostjahren: Der Obstbauverband rechnet 2026 in Sachsen mit rund 1.400 Tonnen Erdbeeren bei guten Qualitäten. Gleichzeitig bleiben Löhne und Betriebsmittel ein Kostentreiber; allein die Lohnkosten werden in Berichten mit bis zu 50 bis 60 Prozent der Produktionskosten eingeordnet. Quellen: t-online/dpa, Antenne Sachsen
Erdbeeren auf dem Teller
Dresdens Genussorte ziehen nach. Café Lösch in Striesen hat den Erdbeer-Eisbecher wieder im Programm und bewirbt zusätzlich den Spaghetti-Eisbecher mit frischen Erdbeeren, Erdbeersauce und weißer Schokolade. Quelle: Café Lösch
Klassisch wird es bei Eiscafé Bergziege mit Erdbeer-Becher für 5,59 Euro klein und 6,59 Euro groß, bei Eiscafe Jacobs mit frischen Erdbeeren, Erdbeersauce und Sahne ab 7 Euro, sowie bei Eiscafe Behrens mit einem Joghurt-Erdbeer-Becher für 7,90 Euro, ausdrücklich nur während der Erdbeerzeit. Quellen: Bergziege, Jacobs, Behrens
Spannender für die Restaurantspalte: Schmidt’s in Klotzsche serviert auf der Mittagskarte ab 27. Mai zweierlei Spargelsalat mit Sörnewitzer Erdbeeren, rotem Pfeffer und einer kleinen Frühlingsrolle von Schafskäse und Walnüssen für 9,50 Euro.
Steffenhagen in der Neustadt kombiniert im veganen Brotsalat Spargel, Lax, Spinat und Erdbeeren.
Im ElbeGarten steht ein Erdbeer-Rhabarber-Crumble für 9,50 Euro auf der Karte. Quellen: Schmidt’s, Steffenhagen, ElbeGarten
Fazit
Diese Woche gehört Pesterwitz. Wer selbst pflücken will, hat dort den klarsten Startpunkt. Für Hosterwitz lohnt sich der Blick ab 8. Juni, bei Funck und Ponickau bleibt die Tagesprüfung Pflicht. Kulinarisch ist die Saison in Dresden bereits voll angekommen: Erdbeere mit Eis ist der Klassiker, Erdbeere mit Spargel und Rhabarber die schöne Wochenbeobachtung.











