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Aus Roter Bete wird „Schinken“: Wie in Tharandt ein ungewöhnliches Genussprodukt entsteht

Noch mehr Genussempfehlungen aus Dresden und der Region findet ihr in unserem Region-Genuss-Guide.

Handgefertigter Schinken aus Roter Bete
Symbolbild (KI-generiert): Visualisierung Handgefertigter Schinken aus Roter Bete

Wir geben zu: Beim ersten Mal klingt es nach einem typischen „Das kann nicht funktionieren“-Produkt. Schinken aus Roter Bete? Ohne Fleisch, ohne Zusatzstoffe – dafür mit Pilz, Zeit und viel Geduld.


Und genau deshalb haben wir genauer hingeschaut. Denn was in Tharandt entsteht, ist kein klassischer Fleischersatz, sondern etwas ganz anderes: ein handwerklich entwickeltes Produkt, das eher aus der Fermentation als aus der veganen Szene kommt.


Vom Acker in den Reifekeller – ein ungewöhnlicher Prozess

Die Grundlage ist simpel: Rote Bete. Doch der Weg dahin ist alles andere als einfach.

  • Beize aus Salz und Gewürzen

  • Vorkochen im Dampf

  • Fermentation mit Aspergillus oryzae

  • Räuchern

  • monatelange Reifung im Keller


👉 Das Ergebnis: ein Produkt, das optisch und strukturell an luftgetrockneten Schinken erinnert – mit nussigen, würzigen Aromen und feiner Rauchnote.


Was uns dabei auffällt:

Hier wird nicht versucht, Fleisch zu kopieren – sondern ein eigener Weg gegangen.


Ein Blick zurück: Handwerk mit Geschichte in der Region

Was viele nicht wissen: Die Wurzeln dieser Arbeit reichen deutlich weiter zurück.


Wir erinnern uns noch gut an eine Empfehlung aus unserer frühen Berichterstattung rund um die Dresdner Gastroszene: 2012 stand Chefkoch Peer Zetsche bei „Julius Kost“ in Grumbach am Herd – damals noch mit klassischen, handwerklich geprägten Gerichten.


Ein Beispiel, das hängen geblieben ist:

👉 Walnussdrillinge mit schwarzen Nüssen

Ein Gericht, das zeigt, wie tief das Verständnis für regionale Produkte und Verarbeitung schon damals war. Die Verwendung von „schwarzen Nüssen“ – unreif geerntet, aufwendig verarbeitet und geschmacklich intensiv – ist kein Trend, sondern echtes Handwerk.


Die Zubereitung war bewusst reduziert:

  • vorgekochte Drillinge angebraten

  • Walnüsse für Struktur und Röstaromen

  • schwarze Nüsse für Tiefe

  • abgeschmeckt mit Salz, Muskat und Pfeffer


👉 Einfach gedacht – aber handwerklich präzise umgesetzt.

Für uns ist genau das der entscheidende Punkt:

Die heutige Arbeit mit Fermentation kommt nicht aus dem Nichts. Sie baut auf Jahren Erfahrung, Produktverständnis und Experimentierfreude auf.


Atmosphäre: Handwerk statt Trendküche

Wer die Tharandter Spezialitätenmanufaktur kennt, merkt schnell, dass hier zwei Welten zusammenkommen:

  • klassische Fleischerei

  • experimentelle Produktentwicklung

  • Bistro, Imbiss und Kochevents


👉 Und genau diese Mischung funktioniert.


Hier wird nicht für den schnellen Effekt produziert, sondern über Monate entwickelt. Mit Rückschlägen, mit Lernprozessen – und mit einem klaren Anspruch.


Für wen ist das interessant?

Das ist kein Produkt für jeden – und will es auch nicht sein.


Wir sehen die Zielgruppe hier bei:

  • neugierigen Genießern

  • Menschen mit Interesse an Fermentation

  • Gästen, die bewusst essen

  • auch Fleischessern, die offen sind


👉 Wer einfach nur „Ersatz“ sucht, wird hier nicht abgeholt.


Unsere Einschätzung

Wir finden: Das ist eines der spannendsten Produkte aus der Region.


Nicht wegen des veganen Ansatzes.

Sondern wegen des handwerklichen Anspruchs.


👉 Zeit als Zutat

👉 Fermentation als Methode

👉 Erfahrung als Grundlage


Und genau das unterscheidet dieses Produkt von vielen anderen.


Und wie schmeckt das Ganze?

Ehrlich gesagt:

👉 Es ist kein Schinken.

👉 Aber es funktioniert eigenständig.


Mit Tiefe, Struktur und einer Aromatik, die man so nicht erwartet.


Unsere Empfehlung

👉 Probieren – aber ohne falsche Erwartung

👉 als Teil eines Menüs deutlich stärker als allein

👉 und wenn möglich frisch und vor Ort


Noch mehr Genuss entdecken?

Wir sind regelmäßig vor Ort und zeigen, was wirklich überzeugt.

👉 Weitere Empfehlungen im GenussGuide

👉 Unsere besten Tipps direkt im News-Ticker


Diskussionsfrage

Sind solche Produkte für euch Ersatz – oder entstehen hier gerade ganz neue Kategorien?

Tags


Tharandter Spezialitätenmanufaktur, Peer Zetsche Dresden, vegane Fleischalternative, Fermentation Sachsen, regionale Küche Dresden, #lustaufdresden

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