Dresden-Barockviertel: Veganes Café „House of Orange“ schließt nach nur einem Jahr – Betreiberin meldet Insolvenz an
- Redaktion

- vor 1 Tag
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Das „House of Orange“ im Wallgäßchen im Dresdner Barockviertel ist geschlossen. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Eröffnung muss Betreiberin Kathleen Mittler (41) ihr veganes Café aufgeben. Nach eigenen Angaben will sie am Montag Insolvenz anmelden, verbunden mit einer Privatinsolvenz.
Mit dem „House of Orange“ entstand im vergangenen Jahr ein außergewöhnliches Konzept für Dresden. In dem modern gestalteten Café verband Kathleen Mittler Gastronomie mit Kunst, Meditation und einer bewusst ruhigen Atmosphäre. Angeboten wurden ausschließlich vegane und glutenfreie Speisen – ein Konzept, das in dieser Form im Barockviertel Seltenheitswert hatte.
Doch das besondere Angebot allein reichte am Ende nicht aus. Kathleen Mittler beschreibt die wirtschaftlichen Gründe offen: „Grundsätzlich hat das Angebot funktioniert und ich habe immer ein tolles Feedback von den Gästen bekommen. Aber die Lage war wohl zu versteckt und die Einnahmen haben die Kosten nicht gedeckt.“
Neben den wirtschaftlichen Schwierigkeiten kam laut Mittler auch eine persönliche Belastung hinzu. Nach der Trennung von ihrem Partner habe sich der Druck weiter erhöht. Trotzdem blickt sie nach vorn: „Eine starke Last ist von mir gefallen und ich habe jetzt wieder mehr Zeit für meinen Sohn. Ich sehe in dem Scheitern auch eine Chance.“ Künftig möchte sie ihre Erfahrungen verstärkt über Instagram teilen.
Nach einem Gespräch mit dem Insolvenzverwalter soll außerdem entschieden werden, ob das House of Orange noch einmal für einen Abschiedstag öffnet, damit Freunde, Stammgäste und Unterstützer gemeinsam Abschied nehmen können.
Aus unserer Sicht zeigt dieser Fall erneut, dass gute Ideen allein heute häufig nicht mehr ausreichen. Sichtbarkeit, Frequenz und wirtschaftliche Stabilität entscheiden zunehmend darüber, ob sich innovative Gastronomiekonzepte dauerhaft etablieren können.
Für Dresden bedeutet das einen weiteren Verlust an gastronomischer Vielfalt. Das Barockviertel lebt von individuellen Geschäften und besonderen Konzepten abseits der großen Ketten. Wenn genau diese Angebote verschwinden, verliert ein Stadtquartier langfristig an Attraktivität und Charakter.
Für die Region ist diese Entwicklung ebenfalls relevant. Viele Gründer investieren Herzblut und erhebliche finanzielle Mittel in außergewöhnliche Konzepte. Gleichzeitig steigen die Risiken kontinuierlich. Die Gastronomie befindet sich weiterhin in einer Phase, in der wirtschaftliche Belastungen schneller existenzbedrohend werden als noch vor wenigen Jahren.
Wir sehen gleichzeitig aber auch die andere Seite der Entwicklung. Während das „House of Orange“ schließen muss, entstehen in Dresden weiterhin neue gastronomische Konzepte mit klarer Positionierung. Am 1. Mai eröffneten Tino Piontek, international bekannt als DJ Purple Disco Machine, und seine Frau Sabrina ihr Café „Olivias Paradise“ in der Hauptstraße. Das Konzept setzt vollständig auf glutenfreien Genuss mitten im Herzen der Dresdner Neustadt. Wir sind gespannt, wie sich dieses außergewöhnliche Konzept entwickelt. Immerhin bringt die prominente Verbindung viel Aufmerksamkeit und einen großen Vertrauensvorschuss mit – am Ende wird jedoch auch dort entscheidend sein, ob Konzept, Standort und wirtschaftliche Realität dauerhaft zusammenpassen.
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Fazit
Die Schließung des „House of Orange“ ist ein weiteres Beispiel dafür, wie schwierig das wirtschaftliche Umfeld für kleine Gastronomiebetriebe geworden ist. Besonders Konzepte mit hoher Individualität und speziellen Zielgruppen benötigen heute mehr denn je einen tragfähigen Standort und ausreichend Sichtbarkeit. Wir werden beobachten, wie sich die Situation entwickelt und ob der geplante Abschiedstag noch stattfinden kann.
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Diskussionsfrage
Braucht Dresden mehr Unterstützung für inhabergeführte Gastronomiekonzepte – oder entscheidet am Ende allein der Standort über Erfolg oder Misserfolg?
Tags:
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Autor:
Redaktion Lust auf Dresden
Redaktionshinweis:
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und vorbereitet; alle veröffentlichten Angaben wurden redaktionell geprüft.











