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Internorga 2026: Küchentechnik wird digitaler, automatisierter – und näher an Dresden

Keenon-Transportroboter-S100-Supermarket
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Hamburg/Dresden. Auf der Internorga 2026 hat sich erneut gezeigt, wohin sich die professionelle Küchentechnik entwickelt: mehr Automatisierung, stärkere Vernetzung und datenbasierte Prozesse. Die Fachmesse gilt als einer der wichtigsten Gradmesser für Trends in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung – und die dort vorgestellten Lösungen dürften auch für Betriebe in Dresden und der Region zunehmend relevant werden.


Ein geführter Trendrundgang durch die Messehallen bündelte die wichtigsten Entwicklungen – von intelligenten Kochsystemen bis hin zu Robotik und automatisierten Spülprozessen.


Digitalisierung erreicht den Kochprozess

Ein zentrales Thema war die zunehmende Digitalisierung klassischer Küchentechnik. Moderne Geräte arbeiten nicht mehr nur mit festen Programmen, sondern analysieren Parameter wie Gargrad, Textur oder Optik und passen Prozesse dynamisch an.


Gerade für Betriebe mit wechselndem Personal oder hoher Auslastung kann das ein entscheidender Vorteil sein:gleichbleibende Qualität bei reduzierter Fehleranfälligkeit.


Ergänzend wurden Systeme gezeigt, die Produktion und Ausgabe stärker entkoppeln – etwa durch das Vorgaren und kontrollierte Warmhalten von Speisen über längere Zeiträume. Ziel ist es, Spitzenzeiten besser abzufangen und Abläufe planbarer zu machen.


Robotik hält Einzug in den Küchenalltag

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf automatisierten Küchenprozessen. Von Kochrobotern bis hin zu Serviceeinheiten wurden Lösungen präsentiert, die Personal entlasten und gleichzeitig eine konstante Produktionsqualität ermöglichen.


Komplett vernetzte Küchen, in denen Bestellung, Zubereitung und Ausgabe digital miteinander verbunden sind, waren dabei keine Zukunftsvision mehr, sondern bereits konkret umsetzbare Konzepte.


Spannend für die Region: Peter Glatte von Glatte Robotics hat erst kürzlich über die wachsenden Möglichkeiten von Servicerobotern berichtet – insbesondere für Lager-, Transport- und Serviceaufgaben. Damit gibt es auch in Dresden und Umgebung einen direkten Ansprechpartner für Betriebe, die solche Technologien künftig einsetzen wollen.


Automatisierung im Spülbereich und bei Routinetätigkeiten

Neben der Kochtechnik rückten auch klassische „unsichtbare“ Bereiche in den Fokus – allen voran der Spülraum. Neue Systeme können:

  • Speisereste automatisch erfassen und entsorgen

  • Arbeitsabläufe ergonomisch optimieren

  • den Personalbedarf deutlich reduzieren


Auch kleinere, spezialisierte Lösungen wurden gezeigt – etwa Systeme zur automatischen Bestecksortierung, die selbst auf engem Raum hohe Durchsatzraten erreichen.


Gerade in Großküchen, Kliniken oder Kantinen könnten solche Technologien kurzfristig Einzug halten.


Prozesse werden durchgängig vernetzt

Ein klarer Trend: Die Küche wird Teil eines durchgängig digitalen Systems.


Das zeigt sich unter anderem bei:

  • digitalen Bezahllösungen direkt an Kaffeemaschinen

  • vernetzten Bestell- und Ausgabesystemen

  • integrierten Abrechnungslösungen für Gemeinschaftsverpflegung


Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Küche, Service und Verwaltung zunehmend.


Einordnung für Dresden und die Region

Für die Gastronomie in Dresden bedeutet das: Viele dieser Technologien sind keine Zukunftsmusik mehr, sondern werden in den kommenden Jahren Schritt für Schritt Einzug halten.


Besonders relevant sind die Entwicklungen für:

  • Betriebe mit Personalmangel

  • Systemgastronomie und Filialkonzepte

  • Gemeinschaftsverpflegung (Kliniken, Mensen, Kantinen)


Gleichzeitig zeigt sich aber auch:Die Technik ersetzt nicht die Gastronomie – sie verändert vor allem die Abläufe im Hintergrund.


Diskussionsfrage

Wie seht ihr die Entwicklung: Sind Roboter und automatisierte Prozesse die Lösung für den Fachkräftemangel – oder geht dabei ein Stück Gastronomie verloren?


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