Lausitzer Seenland: Neuer Fünf-Seen-Verbund macht die Region zu einem der größten Wasserreviere Europas
- Redaktion

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Das Lausitzer Seenland wächst weiter zusammen. Seit dem 29. Juni 2026 sind fünf ehemalige Tagebauseen über schiffbare Kanäle miteinander verbunden. Damit entsteht ein zusammenhängendes Wasserrevier mit rund 5.300 Hektar Wasserfläche, das neue Impulse für Tourismus, Gastronomie und regionale Wirtschaft setzen soll.
Verbunden sind künftig der Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See. Für Urlauber, Bootsfahrer und Wassersportler eröffnen sich damit völlig neue Möglichkeiten.
Drei neue Kanäle machen die Region durchgängig befahrbar
Mit der Freigabe des Sornoer Kanals zwischen Sedlitzer und Geierswalder See, des Rosendorfer Kanals zum Partwitzer See sowie des Ilse Kanals zum Großräschener See können Besucher künftig ohne Umsetzen des Bootes von See zu See fahren.
Bereits zuvor waren der Koschener Kanal zwischen Senftenberger und Geierswalder See sowie der Barbara-Kanal zwischen Geierswalder und Partwitzer See befahrbar.
Damit entsteht eines der spannendsten Binnenreviere Deutschlands für:
Motorboote
Hausboote
Segler
Wasserwanderer
Zahlreiche Häfen, Marinas und touristische Anlaufpunkte werden künftig über die Wasserwege miteinander verbunden.
Die größte Wasserlandschaft Europas nimmt weiter Gestalt an
Zum Start des neuen Seenverbundes veranstaltet die Region eine große „5-Seen-Challenge“. Mehr als 3.000 Teilnehmer hatten sich im Vorfeld angemeldet, um gleichzeitig in allen fünf Seen zu schwimmen.
Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland, bringt die Bedeutung des Projektes auf den Punkt:
„Die größte, von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas nimmt Gestalt an. Das ist ein Grund zum Feiern – und das tun die Einheimischen gemeinsam mit den Urlaubern.“
Für Dresden ist das ein Sommerziel mit enormem Potenzial
Schon lange gehören für uns Ausflüge an den Senftenberger See zum festen Sommerprogramm. Bereits zu DDR-Zeiten galt der See als beliebtes Urlaubsziel vieler Sachsen.
Spätestens mit der Entwicklung des Geierswalder Sees, seiner Marina, dem Hotel, dem Leuchtturm und der Gastronomie direkt am Wasser hat die Region enorm an Attraktivität gewonnen.
Wir konnten im vergangenen Jahr selbst über die Kanäle mit dem Boot den Partwitzer See erkunden. Gerade diese Möglichkeit, von See zu See zu fahren, vermittelt heute schon fast ein kleines skandinavisches Urlaubsgefühl – nur knapp eine Stunde von Dresden entfernt.
Besonders aufgefallen ist uns, wie sich die gesamte Region verändert hat. Überall entstehen:
idyllische Strandanlagen,
neue Ferienquartiere,
moderne Marinas,
gastronomische Angebote direkt am Wasser,
neue Freizeitmöglichkeiten für Familien und Aktivurlauber.
Neue Touren und Hausboote geplant
Das neue Wasserwegenetz soll künftig auf einer rund 40 Kilometer langen Zweitagestour zwischen Senftenberger und Großräschener See erkundet werden können. Die Strecke führt über vier Kanäle und eine Schleuse.
Für August 2026 ist zudem die Eröffnung eines neuen Bootscharters am Hafen der Sedlitzer Bucht angekündigt. Dort sollen künftig führerscheinfreie Hausboote für Tagesausflüge und Übernachtungen vermietet werden.
Mit 1.400 Hektar Wasserfläche ist der Sedlitzer See inzwischen der größte Freizeitsee der Region. Er wurde bereits Ende April 2026 zum Baden und Bootfahren freigegeben.
Zusätzlich befinden sich weitere touristische Angebote im Aufbau, darunter neue Badestrände und Tiny Houses.
Unsere Einordnung
Wir sehen im Lausitzer Seenland eines der spannendsten Tourismusprojekte Ostdeutschlands. Kaum eine andere Region hat es geschafft, eine ehemalige Bergbaulandschaft in so kurzer Zeit in eine moderne Freizeit- und Urlaubsregion zu verwandeln.
Für Dresden bedeutet das ein zusätzliches Naherholungsgebiet mit enormem Potenzial. Für die Lausitz wiederum ist die Entwicklung weit mehr als ein touristisches Projekt. Sie ist ein wichtiger Baustein, um Infrastruktur, Wirtschaft und Lebensqualität nachhaltig zu stärken.
Aus unserer Sicht kann die Region nur gewinnen, wenn die touristische Entwicklung konsequent weitergeführt wird.
Fazit
Mit dem neuen Fünf-Seen-Verbund entsteht im Lausitzer Seenland ein Reiseziel, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Die neue Wasserverbindung macht die Region attraktiver, verlängert Aufenthalte und schafft neue Chancen für Gastronomie und Tourismus.
Wir bleiben an der Entwicklung dran – denn die Geschichte des Lausitzer Seenlands ist noch lange nicht zu Ende erzählt.
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Diskussionsfrage:
Wird das Lausitzer Seenland in den kommenden Jahren zum wichtigsten Sommer-Ausflugsziel der Dresdner?
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Autor:
Dirk Andersch
Redaktion Lust auf Dresden











