Dresden: Regierung plant höhere Steuer auf Spirituosen ab 2027 – das könnte Bars und Gastronomie treffen
- Redaktion

- vor 54 Minuten
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Weitere Einordnungen und Entwicklungen der Branche findet ihr in der Region-Radar-Übersicht.

Spirituosen sollen in Deutschland ab dem 1. Januar 2027 deutlich teurer werden. Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf für eine Anhebung der Alkoholsteuer erarbeitet. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) soll die Steuer auf Spirituosen um 20 Prozent steigen – von bisher 13,03 Euro auf 15,64 Euro je Liter Reinalkohol.
Betroffen wären nach den bisherigen Plänen nicht nur Rum, Wodka, Whisky und Korn, sondern auch Sekt, Champagner, Likörweine und Alkopops. Für eine handelsübliche 0,7-Liter-Flasche mit 40 Volumenprozent Alkohol würde dies inklusive Mehrwertsteuer einen Preisaufschlag von 87 Cent bedeuten.
Nicht vorgesehen ist hingegen eine Erhöhung der Biersteuer. Auch Wein bleibt weiterhin von einer besonderen Verbrauchsteuer ausgenommen.
Bund erwartet rund 400 Millionen Euro Mehreinnahmen
Die geplante Steuererhöhung ist Teil der Haushaltsüberlegungen der Bundesregierung für das Jahr 2027. Nach Angaben des RND rechnet der Bund mit jährlichen Mehreinnahmen von rund 400 Millionen Euro.
Offiziell wird die Maßnahme nicht nur mit der Konsolidierung des Bundeshaushalts begründet. Das Bundesfinanzministerium verweist auch auf gesundheitspolitische Aspekte. Höhere Preise könnten den Alkoholkonsum reduzieren und damit langfristig gesundheitliche Schäden und Folgekosten verringern.
Eine vom Bundesgesundheitsministerium eingesetzte Expertenkommission hatte sogar deutlich weitergehende Schritte empfohlen. Sie sprach sich für eine Erhöhung der Alkoholsteuer um mehr als 40 Prozent bereits im Jahr 2027 und weitere Anhebungen bis 2029 aus, die insgesamt auf eine Verdoppelung der Steuer hinausgelaufen wären.
Nach Einschätzung der Kommission könnten dadurch jährlich rund 1.000 Krebsfälle vermieden werden. Zudem spiele insbesondere hochprozentiger Alkohol beim sogenannten Rauschtrinken eine bedeutende Rolle.
Was bedeutet das für Dresden und die Region?
Für Dresden und die Region ist die Debatte weit mehr als eine gesundheitspolitische Diskussion. Die geplante Steuererhöhung dürfte vor allem die Bar- und Clubszene, Hotels sowie gastronomische Betriebe mit einem hochwertigen Cocktail- und Spirituosenangebot treffen.
Gerade in Dresden haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Konzepte etabliert, die bewusst auf hochwertige Drinks, regionale Destillate und anspruchsvolle Barkultur setzen. Jede zusätzliche steuerliche Belastung erhöht den Preisdruck – und trifft am Ende sowohl die Betriebe als auch die Gäste.
Wir sehen dabei ein grundsätzliches Problem: Die Branche kämpft bereits mit gestiegenen Energie-, Personal- und Einkaufskosten. Kommt eine höhere Alkoholsteuer hinzu, dürften viele Betriebe die zusätzlichen Kosten zumindest teilweise an die Gäste weitergeben müssen.
Aus unserer Sicht geht die Debatte deshalb weit über die Frage hinaus, ob eine Flasche Whisky künftig 87 Cent mehr kostet. Sie berührt die grundsätzliche Frage, wie stark die Gastronomie in Deutschland künftig noch belastet werden kann.
Zwischen Gesundheitspolitik und Wirtschaftsfaktor
Für Dresden bedeutet das konkret: Cocktails, Longdrinks und hochwertige Spirituosen könnten in Bars und Restaurants noch einmal spürbar teurer werden. Gerade Betriebe im Premiumsegment werden ihre Kalkulationen prüfen müssen.
Für die Region ist das relevant, weil Gastronomie und Tourismus auf attraktive Angebote angewiesen sind. Gleichzeitig darf die gesundheitspolitische Diskussion nicht ausgeblendet werden. Die Frage ist vielmehr, ob höhere Steuern tatsächlich den Konsum nachhaltig verändern oder vor allem die ohnehin angespannte Situation vieler Betriebe verschärfen.
Fazit
Noch handelt es sich um einen Gesetzentwurf. Die endgültige Ausgestaltung und mögliche Änderungen stehen aus. Klar ist aber schon jetzt: Die geplante Steuererhöhung auf Spirituosen könnte zu einer neuen Belastungsprobe für die Gastronomie werden.
Wir bleiben an dem Thema dran, denn die Auswirkungen reichen weit über den Preis einer Flasche Whisky hinaus und betreffen einen ganzen Wirtschaftszweig.
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Diskussionsfrage:
Ist eine höhere Steuer auf Spirituosen ein sinnvoller Beitrag zum Gesundheitsschutz – oder belastet sie vor allem Gastronomie und Verbraucher?
Tags:
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Autor:
Redaktion Lust auf Dresden
Redaktionshinweis: Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und vorbereitet; alle veröffentlichten Angaben wurden redaktionell geprüft.











