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Sarrasani-Premiere „Mystique“ – Zwischen Glanz, Pannen und der Chance auf Perfektion

Sarrasani-Premiere „Mystique“ – Zwischen Glanz, Pannen und der Chance auf Perfektion
Foto: Kai Schmidt

Wir waren am Donnerstagabend live vor Ort – und auch wenn die Magie der Sarrasani-Welt spürbar war, wurde der Premierenabend von einer Reihe technischer und organisatorischer Probleme überschattet. Doch gerade deshalb war dieser Abend vor allem eines: menschlich.


Der Moment, der allen den Atem raubte

Kurz vor dem Dessert ereignete sich der schwerste Vorfall des Abends: Beim Abstieg vom Todesrad wurde ein Artist seitlich getroffen, prallte unglücklich gegen einen prominenten Tisch – Geschirr, Flaschen und Gläser gingen zu Bruch. Glück im Unglück: Laut Regie nur Prellungen – keine schwereren Verletzungen.

Todesrad
Foto: Kai Schmidt

Weitere Unfälle & Pannen

  • Beim ersten Auftritt des ukrainischen Duo Aspire rutschte eine Artistin aus – konnte sich glücklicherweise abfangen.

  • Eine Nummer von Clown Ugo Sanchez war etwas wackelig

  • Die Illusion von André Sarrasani selbst – Wechsel in der Kiste – musste mit einem hörbaren Ruf aus der Regie vorzeitig beendet werden.

  • Der Service kam sichtbar ans Limit: zu wenig Personal, zu lange Servierpausen, teils Verzögerungen zwischen den Gängen.


Die Einordnung

Edith Slavova erklärte dazu, dass Premieren immer die schwierigsten Aufführungen sind. „Jetzt kommen die abendlichen Shows, in denen alles sitzt. “Zudem räumte sie ein, dass die Personalsituation angespannt war – wie überall in der Gastro- und Eventbranche. Man arbeite aber bereits daran, hier nachzubessern.


Das Menü – kulinarisch gelungen

Der Abend stand unter dem Motto „Mystique“ – auch auf den Tellern:

  • Linsencurry-Küchlein mit Roter Bete

  • Karotten-Ingwer-Suppe

  • Coq au Vin mit Burgunder & Brioche

  • Dessert „Omas Mystique“ – Cassis, Vanille, Haselnuss, weiße Schokolade

Die Küche lieferte geschmacklich gut – trotz des hohen Drucks.


Lichtblicke & starke Showelemente

  • Die Malambo Kings – energiegeladener Gaucho-Style

  • Thomas Goodman – poetische Seifenblasen-Magie

  • Simone Bredice – intensiver Tanz im Rad

  • Sarrasani Dancers – verlässlich, professionell, kraftvoll

Und ein besonderer Moment: Sarrasani-Tochter Satin, derzeit an der Stage School Hamburg, trat einmalig als Gast und Sängerin auf und wurde herzlich gefeiert.

Satin Sarrasani
Foto: Kai Schmidt

Unser Fazit von „Lust auf Dresden“

Ja – diese Premiere hatte gleich mehrere Schwachstellen.

Ja – organisatorisch war das eine Herausforderung.

Ja – es war der Abend, an dem vieles NICHT so lief wie geplant.


Aber: Diese Show hat Potenzial. Die Künstler sind erstklassig. Der Mensch an sich – Künstler wie Besucher – sind fehlbar. Und gerade das macht die Premiere zu einem einmaligen Erlebnis.

Unser Wunsch an Andre Sarrasani & das gesamte Team: Nehmt diesen Abend als Stresstest – und macht daraus die Show, von der Besucher heimgehen mit dem Gefühl: Das war magisch.

 
 
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