Dresden: ARCOTEL setzt bei Fachkräften stärker auf Ausbildung und interne Karrierewege
- Redaktion

- vor 50 Minuten
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Weitere Einordnungen und Entwicklungen der Branche findet ihr in der Dresden-Radar-Übersicht.

Die ARCOTEL Hotels wollen Nachwuchskräfte früher an das Unternehmen binden und Beschäftigten mehr interne Karrierewege eröffnen. Unter dem Motto „Mehr erleben. Mehr bewegen. Mehr Du.“ rückt die familiengeführte Hotelgruppe Ausbildung, Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten stärker in den Mittelpunkt ihrer Personalstrategie. Nach Unternehmensangaben beschäftigt ARCOTEL rund 650 Mitarbeiter in Deutschland und Österreich und betreibt 13 Hotels in sieben Städten.
Für Dresden ist die Entwicklung unmittelbar relevant: Mit dem ARCOTEL HafenCity Dresden an der Leipziger Straße 29 ist die Gruppe auch in der Landeshauptstadt vertreten. Das Hotel sucht aktuell Mitarbeiter in unterschiedlichen Bereichen und verweist ausdrücklich auf Job-Rotation, Austauschprogramme, Mentoring, ein Leadership-Development-Programm und die ARCOTEL Digital Academy.
Wir begleiten das Dresdner ARCOTEL bereits seit einigen Jahren und freuen uns über diese Entwicklung. Denn die entscheidende Frage für die Hotellerie lautet längst nicht mehr nur: Wie gewinnen wir Mitarbeiter? Sondern: Wie schaffen wir es, dass sie bleiben und eine berufliche Perspektive in der Branche sehen?
Vom Praktikum bis zum General Manager
ARCOTEL versucht nach eigenen Angaben, genau dort anzusetzen. Der Karriereweg soll nicht bei Ausbildung oder Berufseinstieg enden. Beschäftigte sollen sich innerhalb der Gruppe weiterentwickeln können – im Idealfall vom Praktikum über Fach- und Führungspositionen bis ins Hotelmanagement.
CEO Martin Lachout sieht dabei die Kombination aus Familienunternehmen und größerer Hotelgruppe als Vorteil:
„Wer zu uns kommt, findet nicht nur einen langfristigen Arbeitsplatz, sondern auch eine sehr persönliche Atmosphäre.“
Gleichzeitig sei ARCOTEL mit rund 650 Mitarbeitern groß genug, um mit den Strukturen und Standards einer internationalen Hotelgruppe zu arbeiten.
Die Unternehmensgröße lässt sich auch anhand der aktuellen ARCOTEL-Angaben nachvollziehen: Die Gruppe nennt 13 Häuser in sieben Städten.
Mehr als 300 Bewerbungen für Sommerpraktika
Bemerkenswert ist eine weitere Zahl: Nach Angaben des Unternehmens gingen für die Sommerpraktika mehr als 300 Bewerbungen ein.
Besonders erfolgreiche Praktikanten sollen frühzeitig eine Jobzusage erhalten. Das Praktikum wird damit nicht ausschließlich als zeitlich begrenzter Einsatz betrachtet, sondern als Instrument zur Nachwuchsgewinnung.
Wir finden diesen Ansatz interessant.
Die Hotellerie konkurriert um junge Menschen nicht nur mit anderen Hotels. Sie konkurriert mit nahezu allen Branchen, die geregelte Arbeitszeiten, attraktive Einkommen, Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeitsplatzsicherheit versprechen.
Gerade Wochenend-, Feiertags- und Schichtarbeit bleiben strukturelle Herausforderungen der Branche.
Wer Nachwuchs gewinnen möchte, muss deshalb mehr bieten als einen Ausbildungsplatz.
Er muss zeigen, was danach kommt.
Ausbildung allein reicht nicht mehr
ARCOTEL setzt dafür unter anderem auf die Digital Academy, Mentorenprogramme und ein Leadership Development Programm. Mitarbeiter können zudem über Job-Rotation und Austauschprogramme Erfahrungen in anderen Bereichen sammeln. Diese Instrumente werden auch für das Dresdner HafenCity-Hotel genannt.
Die Ausbildung selbst umfasst klassische Berufsfelder der Branche. ARCOTEL nennt unter anderem Koch/Köchin, Restaurantfach sowie Hotel- und Gastgewerbe beziehungsweise Hotelmanagement. Die Auszubildenden sollen dabei unterschiedliche Bereiche des Hotelbetriebs kennenlernen.
Zwei Häuser der Gruppe in Wien – ARCOTEL Kaiserwasser und ARCOTEL Wimberger – wurden nach Unternehmensangaben von der Wirtschaftskammer Österreich als Top-Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet.
Hinzu kommt die Schulungsreihe „Bausteine fürs Leben“, die neben der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung Themen wie Kommunikation, soziale Kompetenz, Feedback und persönliche Entwicklung behandelt.
Ein Jahrgangsbester zeigt, was daraus werden kann
Wie ein solcher Karriereweg aussehen kann, zeigt das Beispiel von Enrique Carneiro.
Er hat seine Ausbildung zum Kaufmann für Hotelmanagement im ARCOTEL Onyx in Hamburg nach Unternehmensangaben als Jahrgangsbester abgeschlossen und wurde anschließend als Trainee in den Bereichen Administration und Revenue übernommen.
Carneiro beschreibt besonders positiv, dass er bereits während seiner Ausbildung in betriebliche Prozesse eingebunden worden sei.
Das ist aus unserer Sicht ein wichtiger Punkt.
Junge Mitarbeiter ausschließlich auszubilden, reicht nicht, wenn sie anschließend zur Konkurrenz oder gleich in eine andere Branche wechseln. Ausbildung wird für einen Betrieb langfristig besonders wertvoll, wenn daraus Bindung und Karriere entstehen.
Was davon in Dresden ankommt
Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf das ARCOTEL HafenCity Dresden.
Das Haus nennt aktuell Karrierefelder vom Front Office über F&B und Housekeeping bis zum Management. Für Mitarbeiter werden unter anderem Job-Rotation, Austauschprogramme, Mentoring, Weiterbildung und das Leadership Development Programm angeboten.
Bei aktuell ausgeschriebenen Stellen werden weitere konkrete Leistungen sichtbar. Für einen Front-Office-Agent nennt ARCOTEL beispielsweise 30 Urlaubstage, Feiertagszuschläge, Fahrtkostenzuschuss für den ÖPNV, Urlaubsgeld, Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge und ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm. Quereinsteiger werden ausdrücklich angesprochen.
Das ist für die Einordnung wichtiger als ein Kampagnenslogan.
Denn Arbeitgeberattraktivität entscheidet sich am Ende nicht in der Werbung, sondern im Arbeitsalltag.
Fachkräfte bleiben eine der entscheidenden Fragen der Branche
Die Redaktion von Lust auf Dresden begleitet die Entwicklung der Dresdner Gastronomie und Hotellerie seit mehreren Jahren und steht regelmäßig im Austausch mit Betrieben, Verbänden und Branchenvertretern.
Dabei sehen wir immer wieder: Personal ist inzwischen eine strategische Unternehmensfrage.
Ein schönes Hotel kann renoviert werden. Ein Restaurantkonzept lässt sich verändern. Digitalisierung kann Prozesse vereinfachen.
Gastgeberqualitäten, Erfahrung und eingespielte Teams lassen sich dagegen nicht kurzfristig einkaufen.
Gerade deshalb halten wir es für richtig, wenn Hotels stärker in Ausbildung und Entwicklung des eigenen Nachwuchses investieren.
Mitarbeiterbindung beginnt nicht beim Obstkorb
Auch bei den Benefits versucht ARCOTEL, unterschiedliche Bausteine miteinander zu verbinden. Neben Weiterbildungsangeboten nennt die Gruppe vergünstigte Mitarbeiterraten in ihren Hotels und regelmäßige Teamveranstaltungen.
Doch aus unserer Sicht liegt die entscheidende Stärke nicht in einzelnen Zusatzleistungen.
Eine echte Perspektive ist wahrscheinlich der stärkere Benefit.
Wenn ein Auszubildender erkennen kann, welche Position er in drei, fünf oder zehn Jahren erreichen könnte, verändert das die Wahrnehmung eines Berufs.
Genau hier hatte die Hotellerie lange ein Imageproblem. Viele junge Menschen verbinden die Branche mit Wochenendarbeit, Schichtdienst und vergleichsweise schwierigen Arbeitsbedingungen – aber weniger mit langfristiger Karriere.
Programme allein werden dieses Problem nicht lösen.
Aber sie können einen Beitrag leisten, wenn die versprochenen Entwicklungsmöglichkeiten im Betrieb tatsächlich gelebt werden.
Für Dresden ist der Ansatz besonders interessant
Für Dresden bedeutet das, dass ein international tätiger Hotelbetreiber am Standort nicht ausschließlich um bereits ausgebildete Fachkräfte konkurriert, sondern stärker auf Entwicklung und interne Karriere setzt.
Für die Region ist das relevant, weil Hotels, Restaurants und touristische Betriebe letztlich um dieselben Nachwuchskräfte kämpfen.
Wenn Unternehmen Ausbildung wieder stärker als Investition verstehen und jungen Menschen anschließend konkrete Perspektiven bieten, könnte das langfristig mehr bewirken als die nächste kurzfristige Recruiting-Kampagne.
Wir sehen deshalb den ARCOTEL-Ansatz positiv – allerdings muss sich der Erfolg daran messen lassen, wie viele Praktikanten und Auszubildende tatsächlich im Unternehmen bleiben und wie viele Mitarbeiter später intern aufsteigen.
Gerade solche Kennzahlen würden wir künftig gern stärker sehen.
Unser Fazit: Gute Gastgeber braucht es auch morgen
Wir begleiten das ARCOTEL HafenCity Dresden schon seit einigen Jahren. Deshalb freut uns, dass die Gruppe das Thema Nachwuchs und Mitarbeiterentwicklung stärker in den Mittelpunkt stellt.
Nicht weil eine neue Arbeitgeberkampagne allein den Fachkräftemangel lösen könnte.
Sondern weil der Ansatz an der richtigen Stelle beginnt.
Ausbildung, Weiterbildung und Karriere müssen zusammengehören.
Wer jungen Menschen glaubhaft vermitteln kann, dass aus einem Praktikum eine Ausbildung, aus einer Ausbildung eine verantwortungsvolle Position und daraus vielleicht irgendwann die Leitung eines Hotels werden kann, macht die Branche wieder interessanter.
Die mehr als 300 Bewerbungen für die Sommerpraktika sind zumindest ein bemerkenswertes Signal.
Jetzt wird entscheidend sein, wie viele dieser jungen Menschen in einigen Jahren noch bei ARCOTEL arbeiten.
Denn am Ende ist nicht die Zahl der Bewerbungen der wichtigste Maßstab.
Es ist die Zahl der Menschen, die bleiben.
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Diskussionsfrage:
Was muss die Hotellerie jungen Menschen heute bieten, damit sie sich nicht nur für eine Ausbildung entscheiden, sondern der Branche auch langfristig treu bleiben?
Tags:
#gastroRadar #lustaufdresden #Dresden #ARCOTEL #Hotellerie #Ausbildung #Fachkräfte #Karriere #Tourismus
Autor:
Redaktion Lust auf Dresden
Redaktionshinweis:
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI bei Recherche, Strukturierung und Textvorbereitung erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft und bearbeitet.
Quellen: ARCOTEL Hotels, aktuelle Karriereinformationen des ARCOTEL HafenCity Dresden sowie Unternehmensangaben zur Personal- und Ausbildungsstrategie.











