Neue Weine im ICE: Deutsche Bahn setzt auf Grauburgunder, Riesling und Rotwein aus deutschen Anbaugebieten
- Redaktion

- 3. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Noch mehr Genussempfehlungen aus Dresden und der Region findet ihr in unserem Dresden-/Region-Genuss-Guide.

Wer in den kommenden Monaten mit dem ICE oder Intercity unterwegs ist, bekommt in der Bordgastronomie ein neues Weinsortiment angeboten. Die Deutsche Bahn hat gemeinsam mit dem Deutschen Weininstitut (DWI) ihre Weinkarte überarbeitet und setzt dabei erneut auf ausgewählte Tropfen aus deutschen Anbaugebieten.
Aus insgesamt 220 eingereichten Weinen wurden in zwei verdeckten Verkostungsrunden die neuen Bordweine ausgewählt. Die Umstellung erfolgt im Juni 2026 und betrifft alle Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn.
Vier neue Weine für Millionen Reisende
Zum neuen Angebot gehören der Grauburgunder Keth vom Weingut Matthias Keth aus Offstein in Rheinhessen sowie der Riesling des Weinguts Peter Stolleis aus Gimmeldingen in der Pfalz.
Für Rotweinliebhaber wurde die Cuvée „That’s Neiss Tinto Réserve“ des Weinguts Neiss ausgewählt. Ergänzt wird das Sortiment durch einen Riesling Sekt brut der Kellerei Schloss Affaltrach aus Württemberg.
Die Weiß- und Rotweine werden in 0,25-Liter-Flaschen serviert, der Sekt in einer 0,2-Liter-Flasche.
Eine Million Flaschen pro Jahr
Die Bedeutung dieser Auswahl ist größer, als viele Reisende vermuten würden. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts werden in der Bordgastronomie der Deutschen Bahn jährlich rund eine Million Flaschen Wein und Sekt verkauft.
Allein auf den Grauburgunder entfallen dabei rund 400.000 Flaschen pro Jahr.
Angesichts von 134,5 Millionen Fahrgästen, die 2025 mit ICE- und Intercity-Zügen unterwegs waren, ist die Bahn für viele Weingüter eine der sichtbarsten Präsentationsflächen Deutschlands.
Wir finden: Genuss beginnt nicht erst am Ziel
Wir erleben es selbst regelmäßig auf Bahnfahrten zwischen Dresden, Leipzig, Berlin oder Frankfurt: Die Bordgastronomie wird von vielen Reisenden längst nicht mehr nur als Notlösung gesehen. Gerade auf längeren Strecken gehört ein Glas Wein für viele zum Reiseerlebnis dazu.
Interessant ist dabei, dass die Deutsche Bahn konsequent auf deutsche Weine setzt und damit regionale Produzenten unterstützt. Während in vielen Bereichen internationale Marken dominieren, erhalten hier heimische Winzer die Chance, sich Millionen Gästen aus dem In- und Ausland zu präsentieren.
Was bedeutet das für Dresden?
Für Dresden und das Elbland zeigt die Entscheidung erneut, wie stark das Thema Wein inzwischen als Teil deutscher Genusskultur wahrgenommen wird. Die Weinregion Sachsen gehört zwar zu den kleinsten Anbaugebieten Deutschlands, genießt aber bundesweit einen hervorragenden Ruf.
Aus unserer Sicht könnte die Präsenz deutscher Weine im Fernverkehr auch dazu beitragen, das Interesse an regionalen Weinreisen, Vinotheken und Weinfesten weiter zu stärken. Gerade Besucher, die über Dresden reisen, entdecken häufig erst vor Ort die Vielfalt des sächsischen Weins.
Unser Fazit
Die neue Weinauswahl der Deutschen Bahn ist mehr als eine Sortimentsanpassung. Sie zeigt, dass Genuss auch unterwegs eine immer größere Rolle spielt. Statt beliebiger Standardprodukte setzt man auf Herkunft, Qualität und bekannte deutsche Weinregionen.
Wir finden: Wer mehrere Stunden im ICE verbringt, freut sich über ein gutes Glas Wein deutlich mehr als über austauschbare Massenware. Und vielleicht führt die nächste Zugreise den einen oder anderen Weinliebhaber sogar direkt ins Elbland.
Noch mehr Genuss entdecken?
Wir sind regelmäßig vor Ort und zeigen, was wirklich überzeugt.
👉 Weitere Empfehlungen im GenussGuide
👉 Unsere besten Tipps direkt im News-Ticker
Diskussionsfrage
Sollte die Deutsche Bahn künftig auch Weine aus Sachsen in ihr bundesweites Bordsortiment aufnehmen?











