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Das darfst Du nicht verpassen! - Säggs'sch – Fast vergessen


Gunter Böhnke zu Gast beim 178. literarischen Menü
Gunter Böhnke zu Gast beim 178. literarischen Menü

Hohnstein, 16.08.2023 (Sachsen)

Das 178. literarische Menü mit Gunter Böhnke im Landgasthof zum Schwarzbachtal.

Wann: Samstag, 16.09.2023, 19:00 Uhr

Neulich war ich mit meiner Schwester auf einem Kreuzfahrtschiff.

Nachdem wir uns am Vormittag eine ganze Weile auf dem Hinterdeck Nr. 10 aufgehalten hatten, sagte ich zu ihr: "Komm wir gehn jetzt zum Essen, wir können doch nicht die ganze Zeit hier rumdalen."

Sie blickte mich fragend an. Offenbar hatte sie mich nicht verstanden. Obwohl sie all die Jahre in Dresden gelebt hatte. Sie vemutete, ich habe ein Leipziger Dialektwort benutzt. Dem war nicht so. Aber ich hatte ein Wort benutzt, dass ich von meiner Großmutter Hedwig gehört hatte. Und nun konnte es ihre Enkelin nicht verstehen.

Mit sächsischen Wörtern, die ausgestorben sind oder langsam verschwinden, befaßt sich Gunter Böhnke in seinem neuen Büchlein ("entspricht meiner Körpergröße"). Er setzt sich mit wissenschaftlichen Meinungen auseinander: "Das sächsische als Dialekt is heute weitgehend ausgestorben, als Regiolekt ist es immer noch lebendig und bietet ein großes Identifikationspotential." - Na un wie! Das wußte schon Goethe: "Dialekt ist das, woraus die Seele ihren Atem schöpft."


In einem kleinen Exkurs wird die Geschichte des Sächsischen vermittelt. Und daß die Leipziger Südwestosterländisch sprechen, weiß jedes Kind!? Recht anschaulich wird geschildert, was in Sachsen zwischen 1920 und 1950 los war. Und wir erfahren einiges über das Leben von Böhnkes Großmutter.

Die Umgangssprache erkennt man daran, wie man mit seiner Sprache umgeht. Das sagt viel aus über eine Gesellschaft.

Auch heute noch gibt es viele französische Wörter, denen die Sachsen Asyl gewährten: "Mir is ganz bliemerand zu Mute. Ich fiele mich malade."

Tom Pauls versucht seit 2008 mit der Ilse-Bähnert-Stiftung sächsische Wörter zu retten. Aber diese treiben unaufhaltsam ins Nirwana.

Traumhaft sind die Reminiszensen an Redewendungen, die nur im Sächsischen ihren wahren Wohlklang entfalten: "Gehe nich zu dein Färschd, wennde nich gerufen wärschd!" Oder "Der had Flossn wie Abborddeggl."


Und eins ist doch klar: "Dor Deifel scheißt immer offn greesdn Haufen!"



Menü Begrüßungstrunk

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Gruß aus der Küche

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Basilikumsuppe

mit Käseplätzchen

und Tomatenkonfitüre

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Kalbsbraten

mit Pilzrahmsauce,

bunten Spätzle

und Gemüsevariation

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Zwetschgenmousse,

Zwetschgenragout

und Zwetschgenkuchen,

dazu Mandelparfait

inkl. Künstlergage 65 Euro Damit ich planen kann, bitte ich um Reservierung bis zum 10.09.2023.

 

Landgasthaus zum Schwarzbachtal, literarische Menüs

vertreten durch: Barbara Siebert

Lohsdorf, Niederdorfstraße3, 01848 Hohnstein,

Telefon: 035975/80345

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