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Dresden: DEHOGA Sachsen sieht Gastronomie als Schlüssel für die BUGA 2033

Weitere Einordnungen und Entwicklungen der Branche findet ihr in der Dresden-Radar-Übersicht.

DEHOGA-Sachsen-Präsident Jens Dzurny und DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Axel Klein (v. l.) stellen am Dresdner Altmarkt ein patentiertes, selbstbewässerndes Pflanzgefäß der Dresdner Marke heller green vor. Es soll Gastronomieflächen auch an heißen Tagen attraktiver machen und einen Beitrag zu mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt leisten. Foto: Lukas Köhler / DEHOGA Sachsen
DEHOGA-Sachsen-Präsident Jens Dzurny und DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Axel Klein (v. l.) stellen am Dresdner Altmarkt ein patentiertes, selbstbewässerndes Pflanzgefäß der Dresdner Marke heller green vor. Es soll Gastronomieflächen auch an heißen Tagen attraktiver machen und einen Beitrag zu mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt leisten. Foto: Lukas Köhler / DEHOGA Sachsen

Die Bundesgartenschau 2033 soll Dresden nicht erst während der Veranstaltungsmonate verändern, sondern bereits in den kommenden Jahren Impulse für eine grünere und lebenswertere Innenstadt setzen. Beim Pressefrühstück des DEHOGA Sachsen im Restaurant Wilma Wunder wurde deutlich: Gastronomie und Hotellerie wollen diesen Wandel aktiv mitgestalten. Gemeinsam mit Partnern aus Garten- und Landschaftsbau sowie Stadtentwicklung wurden konkrete Lösungen vorgestellt, die schon heute an stark versiegelten Plätzen eingesetzt werden können.


BUGA 2033 soll bereits heute beginnen

Nach Informationen des DEHOGA Sachsen geht es längst nicht mehr ausschließlich um die Planung des eigentlichen BUGA-Geländes. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, die Dresden schon vor 2033 klimafreundlicher machen sollen.


Besonders der Altmarkt und der Neumarkt gelten an heißen Sommertagen als Beispiele für die Herausforderungen einer dicht bebauten Innenstadt. Fehlender Schatten, aufgeheizte Pflasterflächen und geringe Aufenthaltsqualität beschäftigen nicht nur Stadtplaner, sondern zunehmend auch Gastronomen.


Mit rund 2,9 Millionen erwarteten Besucherinnen und Besuchern während der Bundesgartenschau eröffnet sich gleichzeitig eine große wirtschaftliche Chance für Gastronomie, Hotellerie und den Tourismus.


Mobile Begrünung als praktische Lösung

Vorgestellt wurden beim Pressefrühstück unter anderem mobile Pflanzsysteme der Dresdner Marke heller green, entwickelt von Dirk Hoffmann und der HSD GmbH Haus- und Landschaftsspezialdienste Dresden.


Die unter dem Namen podd patentierten Pflanzgefäße verfügen über:

  • integrierte Wasserspeicher,

  • Dochtsysteme zur automatischen Bewässerung,

  • Regenüberlauf,

  • optional Füllstandsanzeigen und Nachfüllsysteme.


Je nach Modell speichern die Gefäße 135 bis 150 Liter Wasser. Nach Angaben der Entwickler können Pflanzen – abhängig von Standort, Witterung und Bepflanzung – mehrere Wochen, bei besonders leistungsfähigen Varianten sogar bis zu drei bis fünf Monate ohne zusätzliches Gießen versorgt werden.


Gerade für Gastronomiebetriebe könnte dies eine praktikable Lösung sein, da die Pflege von Pflanzen im hektischen Tagesgeschäft häufig zur Herausforderung wird.


DEHOGA: Mehr Grün steigert auch die Aufenthaltsqualität

Beim Pressefrühstück machte Jens Dzurny, Präsident des DEHOGA Sachsen, deutlich:

„Dresden kann sich bereits in der Vorbereitung auf die BUGA als grüne, gastfreundliche und zukunftsorientierte Stadt positionieren – gerade durch eine Gastronomie, die mit attraktiven, begrünten und angenehm temperierten Außenbereichen zur Aufenthaltsqualität in der Innenstadt beiträgt.“

Auch Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Sachsen, sieht den Handlungsbedarf bereits heute:

„Die BUGA beginnt für uns nicht erst im Jahr 2033. Sie beginnt hier und jetzt – und zwar mit den Maßnahmen, die wir heute gemeinsam mit Partnern aus Gastronomie, Hotellerie, Garten- und Landschaftsbau, Stadtentwicklung und Wirtschaft auf den Weg bringen.“

Mehr als Stadtgrün – ein Wirtschaftsfaktor

Wir sehen in der Diskussion weit mehr als ein Begrünungsprojekt.


Aus unserer Sicht geht es um die Zukunft der Dresdner Innenstadt. Begrünte Plätze, angenehm temperierte Außengastronomie und intelligente Bewässerungssysteme steigern nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern können auch die Besucherfrequenz erhöhen und damit unmittelbar wirtschaftliche Auswirkungen für Gastronomie, Einzelhandel und Tourismus haben.


Die Redaktion von Lust auf Dresden begleitet die Entwicklung der Dresdner Gastronomie und Hotellerie seit mehreren Jahren und steht regelmäßig im Austausch mit Betrieben, Verbänden und Branchenvertretern. Gerade in den vergangenen Hitzesommern wurde immer wieder deutlich, wie stark extreme Temperaturen das Gästeverhalten beeinflussen.


Zwischen Vision und Umsetzung

Die vorgestellten Pflanzsysteme zeigen, dass praktikable Lösungen bereits verfügbar sind. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie schnell und in welchem Umfang solche Konzepte tatsächlich in der gesamten Innenstadt umgesetzt werden können.


Für Dresden bedeutet das, dass die BUGA 2033 nur dann langfristig Wirkung entfalten wird, wenn Investitionen in Stadtgrün, Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung nicht erst kurz vor der Veranstaltung beginnen.


Für die Region ist das relevant, weil Dresden als touristisches Zentrum Sachsens von einer attraktiven Innenstadt profitiert. Davon profitieren Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel und Kultur gleichermaßen.


Unser Fazit

Die wichtigste Erkenntnis des Pressefrühstücks lautet: Die BUGA 2033 wird zunehmend als langfristiges Stadtentwicklungsprojekt verstanden und nicht nur als mehrmonatige Großveranstaltung.

Ob mobile Begrünung, intelligente Bewässerung oder attraktivere Außengastronomie – viele Maßnahmen könnten bereits in den kommenden Jahren sichtbar werden.


Wir bleiben an diesem Thema dran, denn die BUGA bietet die Chance, Dresden dauerhaft lebenswerter zu machen. Entscheidend wird sein, ob den vorgestellten Ideen nun auch konkrete politische Entscheidungen und Investitionen folgen.


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Diskussionsfrage:

Sollte Dresden bereits jetzt deutlich stärker in die Begrünung von Altmarkt, Neumarkt und gastronomischen Außenbereichen investieren – oder sollten die großen Maßnahmen erst im Zuge der BUGA 2033 umgesetzt werden?


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Autor:

Redaktion Lust auf Dresden

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