Radebeul: Sonderbriefmarke würdigt 190 Jahre sächsische Sekttradition
- Redaktion

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Sachsen feiert in diesem Jahr 190 Jahre Sekttradition – und macht dieses Jubiläum jetzt mit einer limitierten Sonderbriefmarke sichtbar. Gemeinsam mit Schloss Wackerbarth hat die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, in Radebeul ein individuell gestaltetes, frankierfähiges Postwertzeichen vorgestellt. Die Briefmarke erinnert an die Anfänge der sächsischen Sektherstellung und unterstreicht zugleich die wirtschaftliche Bedeutung von Genuss, Kulinarik und Weintourismus für Dresden und die Region.
Die Sonderbriefmarke besitzt einen Portowert von 0,95 Euro und kann für Standardbriefe und Postkarten genutzt werden. Sie ist ab sofort im Gutsmarkt von Schloss Wackerbarth erhältlich – allerdings nur in begrenzter Auflage.
190 Jahre Sektgeschichte aus Sachsen
Den Ursprung der sächsischen Sekttradition bildet das Jahr 1836. Damals gründeten drei Winzer in Radebeul den „Actienverein zur Fabrikation moussierender Weine“ und legten damit den Grundstein für die erste Sektkellerei Sachsens sowie eine der ältesten Sektmanufakturen Europas.
Für die Herstellung feinster Flaschengärsekte holten die Gründer ihr Know-how direkt aus Reims in Frankreich. Kellermeister Johann Joseph Mouzon brachte die klassische Flaschengärung nach Sachsen – eine Handwerkskunst, die Schloss Wackerbarth bis heute fortführt.
Die Qualität der sächsischen Sekte wird inzwischen regelmäßig ausgezeichnet. So wurde die „Hommage 1836“ im vergangenen Jahr beim Meiningers Deutschen Sektpreis als bester trockener Sekt Deutschlands prämiert.
Tourismus profitiert von Genuss und Kulinarik
Bei der Vorstellung der Sonderbriefmarke betonte Tourismusministerin Barbara Klepsch die Bedeutung regionaler Kulinarik für den Freistaat.
„Im Sinne unserer Initiative ‚So schmeckt Sachsen‘ ist für uns das Thema Kulinarik von großer Bedeutung, da es Kultur- und Naturtourismus ideal verbindet.“
Schloss Wackerbarth habe sich als Erlebnisweingut weit über Sachsen hinaus etabliert und trage dazu bei, Gäste für die gesamte Weinregion entlang der Sächsischen Weinstraße zu begeistern.
Weintourismus entwickelt sich zum Wirtschaftsfaktor
Die wirtschaftliche Bedeutung des Weintourismus wird inzwischen durch zahlreiche Studien belegt.
Nach Angaben von Schloss Wackerbarth und touristischen Untersuchungen ist der Weintourismus in Sachsen heute verantwortlich für rund 3,1 Millionen Übernachtungs- und Tagesbesuche jährlich. Während ihres Aufenthalts geben Gäste in der Weinregion knapp 300 Millionen Euro aus.
Dabei gelten Weintouristen als besonders attraktive Zielgruppe: Ihre Ausgaben liegen 11 Prozent über dem Durchschnitt aller Übernachtungsgäste und bei Tagesgästen sogar 55 Prozent höher.
Auch Schloss Wackerbarth selbst gehört inzwischen zu den bedeutendsten Weintourismusbetrieben weltweit. Mit jährlich mehr als 240.000 Gästen zählt das Staatsweingut laut dem Global Wine Tourism Report 2025 der Hochschule Geisenheim zu den meistbesuchten Weingütern der Welt.
Dresden-Elbland profitiert von der Weinregion
Auch für Dresden spielen Wein und Kulinarik eine immer wichtigere Rolle. Untersuchungen des Magic Cities Städtereisemonitors sowie der Studie Destination Brand Dresden zeigen, dass 43 Prozent der Gäste das Elbtal insbesondere wegen seiner Weinreise-Angebote schätzen.
Die Ausflugsmöglichkeiten rund um die Sächsische Weinstraße gehören neben Kultur und Stadtbild zu den wichtigsten touristischen Standortfaktoren der Region.
81 Prozent der Befragten bewerten die Ausflugsmöglichkeiten im Raum Dresden mit „sehr gut“ oder „gut“. Das kulinarische Angebot erhält sogar von 78 Prozent der Gäste positive Bewertungen. Für 74 Prozent gehört ein Restaurantbesuch fest zu einem Aufenthalt in Dresden-Elbland.
Unsere Einordnung
Wir sehen in der Sonderbriefmarke weit mehr als ein Sammlerstück. Sie macht auf eine fast 200-jährige Tradition aufmerksam, die heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Sachsen geworden ist.
Die Redaktion von Lust auf Dresden begleitet die Entwicklung der Dresdner Gastronomie und Hotellerie seit mehreren Jahren und steht regelmäßig im Austausch mit Betrieben, Verbänden und Branchenvertretern.
Aus unserer Sicht zeigt das Jubiläum eindrucksvoll, wie eng Weinbau, Gastronomie und Tourismus inzwischen miteinander verbunden sind. Gerade Schloss Wackerbarth hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Botschafter der Region entwickelt und trägt maßgeblich dazu bei, Besucher nach Dresden und ins Elbland zu bringen.
Für Dresden bedeutet das, dass die Weinregion zunehmend als touristischer Magnet wirkt und zusätzliche Gäste für Gastronomie, Hotellerie und Kulturangebote gewinnt.
Für die Region ist das relevant, weil Wein- und Genusstourismus längst zu den stärksten Wachstumstreibern im sächsischen Tourismus gehören und erhebliche Umsätze für zahlreiche Betriebe entlang der touristischen Wertschöpfungskette generieren.
Fazit
Die neue Sonderbriefmarke würdigt nicht nur 190 Jahre sächsische Sekttradition, sondern lenkt den Blick auf die wirtschaftliche Bedeutung regionaler Genusskultur. Die Zahlen zeigen deutlich, dass Wein- und Kulinariktourismus längst zu den wichtigsten touristischen Aushängeschildern Sachsens gehören.
Wir bleiben an dem Thema dran und werden auch künftig über Entwicklungen rund um Wein, Genuss und Tourismus in Dresden und der Region berichten.
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Diskussionsfrage
Sollte Sachsen den Wein- und Genusstourismus noch stärker als touristisches Aushängeschild vermarkten – oder stehen Kultur und Städtereisen weiterhin im Mittelpunkt?
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Autor:
Redaktion Lust auf Dresden
Über Schloss Wackerbarth
Schloss Wackerbarth ist Europas erstes Erlebnisweingut und führt gleichzeitig die Tradition einer der ältesten Sektkellereien Europas fort. Das Erlebnisweingut steht für ein einzigartiges Ensemble aus barocker Schloss- und Gartenanlage, malerischer Weinkulturlandschaft und moderner Manufaktur. Dabei folgt das Unternehmen der mehr als 850-jährigen sächsischen Weinbautradition und der 190-jährigen Tradition der Sektkellerei Bussard zur Sektbereitung nach klassischer Flaschengärung.
Das Sächsische Staatsweingut verpflichtet sich zu einem naturnahen und nachhaltigen Weinbau sowie zur Sicherung und Förderung der sächsischen Weinkulturlandschaft, darunter auch seiner Steillagen und Terrassenweinberge mit rund 23.000 m² an denkmalgeschützten Mauern. Über die Grenzen des Elbtals hinaus macht das Weingut auf den sächsischen Wein und Sekt aufmerksam und lädt zu einem Besuch der Sächsischen Weinstraße ein. So bringt Schloss Wackerbarth heute jedes Jahr rund 240.000 Besuchern den sächsischen Genuss mit allen Sinnen näher.
Seit der Neueröffnung als Erlebnisweingut im Jahr 2002 wurde Schloss Wackerbarth mehrfach prämiert: unter anderem 2010 vom Deutschen Weininstitut (DWI) als „Höhepunkt der Weinkultur“. 2012 erhielt der Blick auf das einzigartige Ensemble vom DWI zudem die Auszeichnung als „Schönste Weinsicht Sachsens“. Beim „Deutschen Sekt Award 2018“ wurden die Radebeuler Winzer als „Bester Sekterzeuger Deutschlands“ geehrt, 2022 wählte das renommierte Wein- und Genussmagazin VINUM das erste Erlebnisweingut Europas unter die „Unique Wineries of the World“. 2023 erhielt der Weinbaubetrieb als erstes Weingut in den neuen Bundesländern eine Zertifizierung mit dem wissenschaftlich fundierten Nachhaltigkeitssiegel „FairChoice“. Im Henris Weinguide Deutschland 2026 – dem Nachfolger des renommierten Gault & Millau Weinguide – wurde Schloss Wackerbarth als einziges Weingut Sachsens mit 4 roten Trauben (4,5 Trauben) als Spitzenbetrieb ausgezeichnet.










