Sächsische Schweiz blickt auf starkes Tourismusjahr 2025 – neue Impulse für Zukunft und Vielfalt
- Redaktion Lust auf Dresden

- vor 1 Tag
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Die Sächsische Schweiz kann 2025 touristisch als sehr solides Jahr verbuchen. Bis Ende Oktober wurden in den Beherbergungsbetrieben der Region rund 1,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Damit liegt das Ergebnis nur 2,1 Prozent unter dem bisherigen Rekordjahr 2019 – ein starkes Signal in wirtschaftlich und klimatisch herausfordernden Zeiten.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 3,5 Tage, was die Sächsische Schweiz weiterhin als klassische Kurzurlaubs- und Aktivregion bestätigt. In der Statistik berücksichtigt sind Betriebe ab zehn Betten. Nach Schätzungen kommen durch kleinere Pensionen und Ferienwohnungen noch einmal rund ein Drittel zusätzliche Übernachtungen hinzu.
Starker Frühling, schwacher Sommermonat
Besonders positiv entwickelten sich die Monate April und Mai. In beiden Zeiträumen lagen die Übernachtungszahlen etwa vier Prozent über dem Vergleichsjahr 2019. Der Juli hingegen fiel deutlich ab: Ein außergewöhnlich verregneter Hochsommer sorgte für ein Minus von 19 Prozent.
Trotzdem fällt die Gesamtbilanz positiv aus. Michael Geisler, Landrat und Vorsitzender des Tourismusverbandes, betont, dass abgesehen vom wetterbedingt schwachen Juli die Zahlen insgesamt sehr erfreulich seien.
Keine Einbußen trotz Brückensperrung
Auch infrastrukturelle Herausforderungen wirkten sich kaum auf die Gästezahlen aus. Die zeitweise Sperrung der Elbbrücke in Bad Schandau führte laut Verband zu keinen messbaren Rückgängen in der Region. Hintergrund waren umfassende Brückenprüfungen im Freistaat nach dem Teileinsturz der Dresdner Carolabrücke im Herbst 2024.
Weniger bekannte Orte stärker in den Fokus rücken
Für die kommenden Jahre verfolgt der Tourismusverband eine klare Strategie: Besucher sollen stärker in weniger bekannte Gebiete gelenkt werden. Massentourismus sei nicht überall sinnvoll. Stattdessen möchte man neue Perspektiven auf bislang eher unbekannte Sehenswürdigkeiten eröffnen. Voraussetzung dafür seien jedoch Investitionen in Infrastruktur – etwa zusätzliche Parkmöglichkeiten und Besucherlenkung.
Mehr internationale Gäste im Blick
Auch international will sich die Region breiter aufstellen. Zielmärkte sind unter anderem Dänemark und Skandinavien. Ein wichtiger Baustein ist die angekündigte Eurocity-Direktverbindung von Kopenhagen über Berlin nach Prag mit Halt in Bad Schandau, die im Mai starten soll. Die Bahnverbindung stärkt die Sächsische Schweiz als nachhaltiges Reiseziel ohne Auto.
Neues Highlight für Aktivurlauber: „Borderless Trails“
Ein weiteres Zukunftsprojekt ist der grenzüberschreitende Mountainbike-Park Borderless Trails. Geplant sind 15 Trails mit insgesamt 35 Kilometern Länge auf deutscher und tschechischer Seite. Das EU-geförderte Projekt soll 2026 vollständig nutzbar sein und neue Zielgruppen ansprechen. Parallel ist eine Marketingoffensive für den Elberadweg vorgesehen.
Kultur und Wintertourismus im Aufwind
Ein Höhepunkt der Wintersaison wird die Neuauflage des Kulturfestivals Wintersterne Sächsische Schweiz. Vom 30. Januar bis 8. Februar beteiligen sich 15 Städte und Gemeinden mit mehr als 30 Veranstaltungen – vom „Hohnsteiner Märchenfunkeln“ bis zur „Pirnaer Winterhofnacht“.
20 Jahre Malerweg – Wandern mit Geschichte
Ein besonderes Jubiläum feiert 2026 der Malerweg. Der 116 Kilometer lange Rundwanderweg wird 20 Jahre alt. Acht Tagesetappen führen auf historischen Pfaden durch das Elbsandsteingebirge – inspiriert von den Künstlern der Romantik. Entlang des Weges informieren Tafeln über jene Kunstwerke, die hier entstanden sind.
Fazit
Die Sächsische Schweiz zeigt 2025, wie stabil und anpassungsfähig eine Tourismusregion sein kann. Mit gezielter Besucherlenkung, neuen Angeboten für Aktiv- und Kulturtouristen sowie stärkerem Fokus auf internationale Gäste ist die Region gut für die kommenden Jahre aufgestellt.
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Hinweis: Dieser Beitrag wurde auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen erstellt und journalistisch eigenständig aufbereitet. Einzelne Angaben orientieren sich an Berichten aus regionalen Medien, insbesondere zur aktuellen Entwicklung in der sächsischen Tourismuslandschaft.












