Dresden: Neue Servicestelle soll mehr regionale Lebensmittel in Sachsens Gastronomie bringen
- Redaktion

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Weitere Einordnungen und Entwicklungen der Branche findet ihr in der Region-Radar-Übersicht.

Mit der neuen Servicestelle Pro-Regio Sachsen soll der Einsatz regionaler Lebensmittel in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung deutlich erleichtert werden. Das landesweite Projekt mit Sitz in Erlau hat Anfang Juli seine Arbeit aufgenommen und wird vom DEHOGA Sachsen als zentralem Projektpartner unterstützt. Ziel ist es, Erzeuger, Verarbeiter und gastronomische Betriebe besser miteinander zu vernetzen und regionale Lieferketten dauerhaft zu stärken.
Für Sachsens Gastronomie ist das ein wichtiger Schritt. Viele Betriebe möchten bereits heute verstärkt auf regionale Produkte setzen. In der Praxis scheitert dies jedoch häufig an fehlenden Ansprechpartnern, unklaren Lieferstrukturen oder nicht planbaren Mengen.
„Regionale Produkte sind für unsere Gäste längst kein Zusatzangebot mehr, sondern ein entscheidender Qualitätsfaktor. Wer nach Sachsen reist, möchte Sachsen auch schmecken“, erklärt Axel Klein, Geschäftsführer des DEHOGA Sachsen.
Neue Plattform bringt Produzenten und Gastronomie zusammen
Die neue Servicestelle Pro-Regio Sachsen vernetzt künftig landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeiter, Direktvermarkter, Lebensmittelhandwerk, Handel sowie gastronomische Unternehmen. Betriebe sollen bei der Suche nach geeigneten Lieferanten unterstützt, Marktpotenziale analysiert und neue Kooperationen begleitet werden.
Ab Herbst 2026 sind zusätzlich regionale Bildungs- und Informationsveranstaltungen in verschiedenen Teilen Sachsens geplant. Ziel ist es, regionale Wertschöpfungsketten auszubauen und die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Gastronomie nachhaltig zu stärken.
Das Projekt wird im Auftrag des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) umgesetzt. Träger sind die Sächsisch Gut eG sowie der Sächsische Landesbauernverband e. V.. Die Projektlaufzeit reicht vom 1. Juli 2026 bis Ende 2027 und wird aus Steuermitteln finanziert, die der Sächsische Landtag beschlossen hat.
Warum das für Dresden wichtig ist
Nach Informationen von Lust auf Dresden gewinnt Regionalität in der Dresdner Gastronomie seit Jahren deutlich an Bedeutung. Gäste fragen immer häufiger nach Produkten aus Sachsen, kurzen Lieferwegen und einer transparenten Herkunft der Lebensmittel.
Unsere Recherchen sowie zahlreiche Gespräche mit Gastronomen zeigen jedoch auch, dass viele Betriebe bislang Schwierigkeiten haben, geeignete regionale Lieferanten dauerhaft in ihre Einkaufsprozesse einzubinden. Oft fehlen Zeit, Kontakte oder wirtschaftlich tragfähige Logistiklösungen.
Genau hier setzt Pro-Regio Sachsen an.
Chancen für Gastronomie und Tourismus
Der DEHOGA Sachsen sieht in der stärkeren Vernetzung erhebliche wirtschaftliche Potenziale.
„Wenn Gäste regionale Produkte erleben, entstehen authentische Angebote, die sich nicht beliebig austauschen lassen“, betont Axel Klein.
Gerade für touristisch geprägte Regionen wie Dresden, das Elbland oder die Sächsische Schweiz könne Regionalität zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden. Gleichzeitig profitieren landwirtschaftliche Betriebe von zusätzlichen Absatzmöglichkeiten innerhalb des Freistaates.
Die Redaktion von Lust auf Dresden begleitet die Entwicklung der Dresdner Gastronomie und Hotellerie seit mehreren Jahren und steht regelmäßig im Austausch mit Betrieben, Verbänden und Branchenvertretern.
Unsere Einordnung
Wir sehen den Start von Pro-Regio Sachsen als weit mehr als ein Förderprojekt. Aus unserer Sicht entsteht hier erstmals eine zentrale Plattform, die zwei Bereiche zusammenführt, die bisher häufig an organisatorischen Hürden gescheitert sind: regionale Erzeuger und die Gastronomie.
Für Dresden bedeutet das die Chance, regionale Küche künftig noch authentischer auf die Speisekarten zu bringen. Gleichzeitig können kürzere Lieferwege, mehr Transparenz und eine stärkere Zusammenarbeit mit sächsischen Produzenten die Wettbewerbsfähigkeit vieler Betriebe verbessern.
Für die Region ist das relevant, weil regionale Lebensmittel nicht nur die heimische Landwirtschaft stärken, sondern auch die touristische Identität Sachsens schärfen. Wer nach Sachsen reist, erwartet zunehmend authentische regionale Genussangebote.
Fazit
Mit Pro-Regio Sachsen startet ein Projekt, das die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Gastronomie langfristig verbessern soll. Gelingt es, regionale Lieferketten einfacher, wirtschaftlicher und verlässlicher zu gestalten, könnten sowohl Produzenten als auch Gastwirte davon profitieren.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie viele Betriebe das neue Angebot nutzen und welche konkreten Kooperationen daraus entstehen.
Wir bleiben an diesem Thema dran und begleiten die Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten in Sachsen weiter.
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Diskussionsfrage:
Sollten Restaurants künftig deutlich stärker auf regionale Lieferanten setzen – auch wenn dadurch Speisekarten saisonaler und einzelne Gerichte möglicherweise etwas teurer werden?
Tags:
Autor:
Redaktion Lust auf Dresden
Quellen:
DEHOGA Sachsen, Pro-Regio Sachsen, Presseinformation.











