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Gastgewerbe 2026: Das müssen Hoteliers und Gastronomen jetzt wissen

Gastgewerbe 2026: Das müssen Hoteliers und Gastronomen jetzt wissen

Der Jahreswechsel 2026 markiert für das deutsche Gastgewerbe einen echten Wendepunkt. Auf der einen Seite sorgt die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen endlich für Planungssicherheit. Auf der anderen Seite steigen Kosten und Anforderungen durch Mindestlohn, Energiepreise und neue Verwaltungsprozesse weiter an.


Für Gastgeber heißt das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die eigenen Strukturen, Kalkulationen und Prozesse zu überprüfen.


Dauerhafte Senkung der Umsatzsteuer auf Speisen

Die wichtigste Entlastung kommt bei der Besteuerung:Ab dem 1. Januar 2026 gilt dauerhaft der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen in Restaurants, Cafés und Kantinen.

👉 Wichtig für die Praxis:

  • Die Regelung gilt ausschließlich für Speisen

  • Getränke bleiben bei 19 Prozent

  • Take-away und Verzehr vor Ort werden steuerlich gleichbehandelt


Nach Jahren wechselnder Regelungen schafft diese Entscheidung endlich Kalkulationssicherheit – ein zentraler Wunsch der Branche.


Steigende Personalkosten: Mindestlohn, Minijobs & Sozialabgaben

Parallel zur steuerlichen Entlastung steigen die Kosten im Personalbereich weiter:

  • Mindestlohn ab 1.1.2026: 13,90 € pro Stunde

  • Bereits beschlossen für 2027: 14,60 € pro Stunde

  • Minijob-Grenze: 603 € monatlich


Auch Auszubildende profitieren:

  • Mindestvergütung im 1. Lehrjahr: 724 € monatlich


Zusätzlich steigen die Beitragsbemessungsgrenzen:

  • Rentenversicherung: 8.450 € / Monat

  • Krankenversicherung: 5.812,50 € / Monat


Für Betriebe mit gut verdienenden Fach- und Führungskräften bedeutet das höhere Lohnnebenkosten. Viele Krankenkassen haben zudem Zusatzbeitragserhöhungen angekündigt.


Aktivrente & Ehrenamt: Neue Spielräume im Personalmanagement

Ein interessantes Instrument gegen den Fachkräftemangel ist die neue Aktivrente:

  • Beschäftigte im Rentenalter dürfen bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei hinzuverdienen

  • Gilt nicht für Minijobs und Selbstständige


Auch ehrenamtliches Engagement wird attraktiver:

  • Übungsleiterpauschale: 3.300 €

  • Ehrenamtspauschale: 960 €


Für Gastronomie und Hotellerie ergeben sich hier neue Möglichkeiten – etwa für Schulungen, Vereinskooperationen oder Veranstaltungen.


Digitalisierung in der Lohnabrechnung & weniger Bürokratie

Ab Herbst 2025 werden bestimmte Papierprozesse abgeschafft:

  • Bescheinigungen zur privaten Krankenversicherung entfallen

  • Arbeitgeber rufen Daten künftig digital über ELStAM ab


Das erfordert angepasste Lohn- und Abrechnungsprozesse, reduziert aber langfristig Verwaltungsaufwand.

Eine spürbare Entlastung:

  • Künstlersozialabgabe sinkt 2026 auf 4,9 %

  • Bagatellgrenze steigt von 700 € auf 1.000 €


Wer nur gelegentlich mit selbstständigen Künstlern, Musikern oder Kreativen arbeitet, bleibt damit häufiger abgabefrei.


Energie, Mobilität & laufende Kosten

Auch 2026 bleiben Energiepreise ein zentraler Kostenfaktor:

  • CO₂-Preis: Anstieg auf 55–65 € pro Tonne

  • Fossile Brennstoffe verteuern sich weiter

  • Positiv: Wegfall der Gasspeicherumlage ab Januar


Für Mitarbeiter relevant:

  • Deutschlandticket: steigt auf 63 € monatlich

  • Pendlerpauschale: dauerhaft 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer


Neue Pflichten bei Personalgewinnung & Verbraucherschutz

Betriebe, die Personal aus Drittstaaten rekrutieren, müssen ab 2026:

  • Neue Mitarbeiter in Textform über kostenlose Beratungsangebote informieren

  • Auf regionale Stellen zu Arbeits- und Sozialrecht hinweisen


Im Verbraucherschutz kommen ebenfalls Neuerungen:

  • Honigkennzeichnung: Ab 14. Juni 2026 müssen alle Ursprungsländer mit prozentualem Anteil angegeben werden

  • Lachgas-Verkauf: Voraussichtlich ab April 2026 verboten für Minderjährige – relevant für Kioske, Event- und Szenegastronomie


Unser Fazit

2026 bringt dem Gastgewerbe echte Entlastung bei der Mehrwertsteuer, gleichzeitig aber steigende Kosten und neue Pflichten. Wer jetzt frühzeitig plant, Lohnmodelle prüft und Prozesse digital aufstellt, kann die neuen Rahmenbedingungen strategisch nutzen – statt nur zu reagieren.


Tags & Keywords

Keywords:Gastgewerbe 2026, Mehrwertsteuer Gastronomie 7 Prozent, Mindestlohn 2026, Gastronomie Gesetze 2026, Hotellerie Deutschland, Gastro Steuern 2026, DEHOGA Sachsen


Hinweis: Dieser Beitrag wurde auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen erstellt und journalistisch eigenständig aufbereitet. Einzelne Angaben orientieren sich an Berichten aus regionalen Medien, insbesondere zur aktuellen Entwicklung in der deutschen Gastrolandschaft.

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