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Cotti Coffee startet in Deutschland – Digitaler Discounter fordert den Kaffeemarkt heraus

Frau im Restaurant trinkt Kaffee

Berlin/Hamburg/Köln/Düsseldorf. Der chinesische Kaffeefilialist Cotti Coffee expandiert nach Deutschland. In mehreren Metropolen sind erste Standorte gestartet. Das 2022 gegründete Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben inzwischen rund 18.000 Filialen in 28 Ländern und setzt beim Markteintritt auf ein radikal digitalisiertes Geschäftsmodell mit klarer Preisstrategie.


Digitalisierung als Kern des Geschäftsmodells

Cotti Coffee positioniert sich nicht über Barista-Handwerk oder Aufenthaltsqualität, sondern über Effizienz. Bestellungen erfolgen primär über eine eigene App. Prozesse in den Filialen sind stark automatisiert, der Personaleinsatz reduziert. Das Ziel: geringere operative Kosten und damit günstigere Endpreise.


Branchenbeobachter sehen darin einen direkten Angriff auf klassische To-go-Ketten. Zum Vergleich: Starbucks betreibt weltweit rund 40.000 Filialen – allerdings mit deutlich höherem Personal- und Flächenaufwand pro Standort.


Aggressive Preisstrategie trifft auf gesättigten Markt

Der deutsche Kaffeemarkt gilt als hoch entwickelt, zugleich aber stark fragmentiert. Neben internationalen Ketten dominieren regionale Anbieter, inhabergeführte Cafés und Bäckereiketten das Bild.


Cotti Coffee versucht, über Kampfpreise und Social-Media-Aktionen schnell Marktanteile zu gewinnen. In anderen Ländern setzte das Unternehmen auf Gratis-Getränke bei App-Registrierung oder Rabattaktionen bei Social Shares. Zielgruppe: digital affine, preisbewusste Konsumenten.


Was bedeutet das für Dresden und Chemnitz?

Noch gibt es keine bestätigten Standorte in Sachsen. Doch die Expansion in deutsche Metropolen zeigt: Der Markteintritt ist strategisch angelegt.


Für die regionale Szene – auch in Dresden und Chemnitz – ergeben sich mehrere Fragen:

  • Wird sich der Preisdruck erhöhen?

  • Müssen unabhängige Cafés ihre Digitalstrategie anpassen?

  • Gewinnt das Thema App-Bestellung auch im Mittelzentrum an Bedeutung?


Wir erleben bereits, dass junge Gäste zunehmend mobil bestellen, Abholzeiten planen und Bonusprogramme erwarten. Gleichzeitig schätzen viele Stammgäste gerade in Dresden die Aufenthaltsqualität, die persönliche Ansprache und das Handwerk kleiner Röstereien.

Der Wettbewerb verschiebt sich damit nicht nur preislich, sondern strukturell.


Einordnung für unsere Region

Aus redaktioneller Sicht beobachten wir zwei mögliche Entwicklungen:

  1. Preissensibilität steigt. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten reagieren Gäste sensibel auf Preisunterschiede von 1–2 Euro pro Getränk.

  2. Profilierung wird wichtiger. Wer nicht über Preis konkurrieren kann oder will, muss stärker über Qualität, Regionalität und Erlebnis differenzieren.


Ob ein rein digitalisiertes Discount-Modell in einer Stadt wie Dresden langfristig funktioniert, hängt auch vom Standortkonzept und der Flächenstrategie ab. Innenstadtlagen mit hoher Frequenz könnten interessant werden.


Adresse & Website

Cotti Coffee (Deutschland)


Konkrete deutsche Filialadressen sind derzeit standortabhängig in der App abrufbar.


Unsere Frage an euch

Würdet ihr euren Lieblingscafé-Besuch gegen einen deutlich günstigeren, komplett digital bestellten Kaffee eintauschen – oder bleibt für euch Atmosphäre wichtiger als der Preis?


Tags & Keywords

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