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Glacis No. 28: Endlich kommt veganes Essen aus der Belehr-Ecke raus – oder wird’s nur Theater im Theater?

Veganes Erlebnis im Kleinen Haus
Symbolbild (KI-generiert): Visualisierung Veganes Erlebnis im Kleinen Haus

Dresden kriegt eine neue Adresse für fleischlose Küche – und zwar ausgerechnet dort, wo die Stadt sonst auf Applaus programmiert ist: im Kleinen Haus an der Glacisstraße. Glacis No. 28 wirbt mit „green dining“ und startet Ende Februar. Adresse, Telefon, Mail stehen schon – das wirkt nicht nach Luftnummer, sondern nach ernst gemeintem Angriff auf eine Lücke in der Neustadt.


Und genau hier wird’s spannend: Veggie/vegan in Dresden hat oft zwei Gesichter. Entweder „so teuer, dass du dich beim Bezahlen kurz schämst“ – oder „so missionarisch, dass du beim ersten Bissen das Gefühl hast, du musst dich entschuldigen, früher mal ein Schnitzel gemocht zu haben“. Wenn Glacis No. 28 das wirklich bricht (theaternah, bezahlbar, schnell, trotzdem gut), dann ist das mehr als eine Neueröffnung: Dann ist das eine kleine Kulturrevolution im Alltag.


Aber: „Green dining“ ist auch das neue Etikett für alles, was man früher schlicht gutes Essen genannt hat. Nachhaltig, regional, fleischlos – ja, bitte. Nur sollte Dresden langsam aufhören, jeden Trend sofort wie eine Trophäe vor sich herzutragen. Entscheidend ist nicht, wie grün es klingt, sondern ob du nach dem Theater wirklich satt, glücklich und wiederkomm-willig bist. Wenn Glacis No. 28 da liefert, wird’s eine der klügsten Gastroflächen der Neustadt. Wenn nicht, bleibt’s eben: hübsch gemeint, nett gepostet, schnell vergessen.


Weitere News (kurz):

  • Kochsternstunden 2026 laufen: 50 Restaurants, dazu wieder Pop-up-Kategorie – perfekt, um neue Läden zu testen, ohne sich gleich zu binden.

  • Umami Bliss am Altmarkt: Asian-Fusion als Berlin-Import, der jetzt Dresden „skalieren“ will – spannend, aber auch ein Stresstest für Qualität bei hoher Frequenz.

  • Der Brotladen an der Alaunstraße ist schon wieder Geschichte: Bio-Top-Anspruch reicht nicht, wenn Laufkundschaft und Kalkulation nicht zusammenfinden.

  • Pulverturm macht wegen Renovierung dicht (16.–27.02.): Touristengastro kann sich nicht nur auf Lage ausruhen – investieren tut weh, ist aber überfällig.


Diskussionsfrage: Ist Dresden bereit für vegan als Normalität – oder bleibt fleischlos hier nur dann akzeptiert, wenn es wie ein Trend-Event verkauft wird?


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