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Dresden: Göltzschtalbrücken-Whisky aus der Dresdner Whisky Manufaktur startet in den Verkauf

Noch mehr Genussempfehlungen aus Dresden und der Region findet ihr in unserem Dresden-/Region-Genuss-Guide.

v.l.n.r. Botschafter des Vogtlands Hagen Sczepanski, Andreas Heinz MdL, Thomas Michalski, Bürgermeister Mike Purfürst und Jörg Hans, Brennmeister und Geschäftsführer der Dresdner Whisky Manufaktur
v.l.n.r. Botschafter des Vogtlands Hagen Sczepanski, Andreas Heinz MdL, Thomas Michalski, Bürgermeister Mike Purfürst und Jörg Hans, Brennmeister und Geschäftsführer der Dresdner Whisky Manufaktur Bildquelle: meeco Communication Services

Manchmal entstehen die spannendsten Genussgeschichten tatsächlich aus einer Schnapsidee. Im Fall der Dresdner Whisky Manufaktur wurde daraus sogar ein außergewöhnliches Sammlerstück mit regionaler Geschichte. Gemeinsam mit der Stadt Netzschkau hat die Dresdner Whisky Manufaktur einen Whisky geschaffen, der vermutlich zu den regionalsten Spirituosenprojekten Sachsens gehört.


Die Sonderedition „Göltzschtalbrücke“ wurde in zwei 225-Liter-Fässern direkt im Inneren der berühmten Göltzschtalbrücke eingelagert und gereift. Jetzt kommt der Whisky in die Flasche.


Eine Brücke wird zum Whisky-Lager

Die Geschichte begann im Mai 2025 bei der Ausstellung „Sachsen in Paris“ im Carrousel du Louvre. Dort trafen sich Netzschkaus Bürgermeister Mike Purfürst und Thomas Michalski, Blend Master der Dresdner Whisky Manufaktur.


Aus einer spontanen Idee wurde ein außergewöhnliches Projekt: Zwei mit dem Single Malt Whisky HELLINGER 42 gefüllte Fässer sollten direkt in der Göltzschtalbrücke reifen.

Die größte Ziegelsteinbrücke der Welt wurde damit erstmals Teil eines Whisky-Reifungsprozesses.

Möglich wurde das Projekt durch die Unterstützung der Deutschen Bahn. Markus Fischer, Bezirksleiter Konstruktiver Ingenieurbau, machte den ungewöhnlichen Reifeort möglich. Für die Dresdner Whisky Manufaktur war das nicht das erste Experiment dieser Art. Bereits zuvor lagerte ein Fass im Basaltkeller der Stadtwache Stolpen. Die Bedingungen in der Brücke waren allerdings deutlich anspruchsvoller.


Während im Stolpener Basaltkeller konstante Temperaturen herrschen, mussten die Fässer in der Göltzschtalbrücke mit wechselnden Temperaturen und klimatischen Schwankungen zurechtkommen.


Weinfass trifft Dresdner Single Malt

Für das Projekt konnten zwei Wein-Fässer des sächsischen Winzers Jan Ulrich gewonnen werden. Gefüllt wurden diese mit dem Dresdner Single Malt HELLINGER 42.

Laut Blend Master Thomas Michalski entwickelte sich während der Reifezeit ein eigenständiger Charakter, der bereits bei ersten Verkostungen hervorragend bewertet wurde.

Besonders spannend finden wir die Verbindung aus Dresdner Destillationskunst, sächsischem Weinbau und einem der bekanntesten Bauwerke Deutschlands. Solche Projekte zeigen, dass Genuss längst mehr sein kann als nur ein Produkt im Regal.


Limitierte Auflage mit Originalstein der Göltzschtalbrücke

Abgefüllt werden insgesamt lediglich 800 Flaschen.

400 Flaschen erhält die Stadt Netzschkau. Der Erlös fließt in den Förderverein Göltzschtalbrücke e. V., der damit den geplanten Neubau einer Fuß- und Radwegbrücke über die Göltzsch unterstützen möchte.

Die weiteren 400 Flaschen verkauft die Dresdner Whisky Manufaktur für jeweils 149 Euro.

Zusätzlich werden pro verkaufter Flasche weitere 10 Euro an den Förderverein gespendet.

Jede Flasche wird in einer hochwertigen Holzbox ausgeliefert. Besonders bemerkenswert: Jede Verpackung enthält ein echtes Stück Originalstein der Göltzschtalbrücke.

Damit entsteht nicht nur ein Whisky, sondern ein echtes Stück sächsischer Industrie- und Genussgeschichte.


Tag des deutschen Whiskys in Dresden

Bereits am Samstag, 27. Juni 2026, öffnet die Dresdner Whisky Manufaktur von 10 bis 16 Uhr ihre Türen zum „Tag des deutschen Whiskys“.

Besucher können die Manufaktur besichtigen, an Verkostungen teilnehmen und einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Der offizielle Verkaufsstart der limitierten Sonderedition erfolgt dann am 15. Juli 2026 um 10 Uhr. Das Datum wurde bewusst gewählt, denn es erinnert an die Erstbefahrung der Göltzschtalbrücke.


Unsere Einordnung

Wir finden, solche Geschichten machen regionale Genusskultur besonders spannend. Während viele Spirituosenhersteller heute auf internationale Vermarktung setzen, verbindet die Dresdner Whisky Manufaktur ihr Produkt konsequent mit regionaler Identität.


Besonders aufgefallen ist uns, dass hier mehrere starke sächsische Marken zusammenfinden: die Dresdner Whisky Manufaktur, die Göltzschtalbrücke als weltbekanntes Wahrzeichen und die touristische Entwicklung des Vogtlands.


Aus unserer Sicht zeigt das Projekt, wie Regionalität heute funktionieren kann. Nicht als Marketing-Schlagwort, sondern als echte Verbindung von Herkunft, Geschichte und Produktqualität.

Gerade für Sammler, Whisky-Fans und Liebhaber regionaler Spezialitäten dürfte die Auflage von lediglich 400 frei verfügbaren Flaschen schnell interessant werden.


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Diskussionsfrage

Braucht regionaler Whisky solche außergewöhnlichen Geschichten und limitierten Sondereditionen – oder sollte am Ende allein der Geschmack entscheiden?


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Kontaktdaten

Dresdner Whisky Manufaktur

HELLINGER 42

Stadt Netzschkau

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