🍣 Japanische Küche mit Tradition und Feinsinn - Unser Besuch im neuen Restaurant Tsubaki im Hilton Dresden
- Redaktion Lust auf Dresden

- vor 12 Minuten
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Gestern Abend waren wir zu Gast im neu eröffneten japanischen Restaurant Tsubaki im Hilton Dresden – und konnten uns nun selbst ein Bild von dem Konzept machen, über das wir bereits Ende Dezember berichtet hatten. Vorweg: Wer authentische japanische Küche sucht, wird hier kulinarisch fündig. Gleichzeitig zeigt unser Besuch auch, wo noch Entwicklungspotenzial steckt.
Tradition am Ort – bewusst weitergeführt
Der Standort ist für Dresden kein unbeschriebenes Blatt. Schon früher wurde hier japanisch gekocht, und genau an diese Tradition knüpft das Tsubaki an – bewusst, respektvoll und mit klarer Ausrichtung auf Qualität. Geführt wird das Restaurant von Takahiko Takamatsu, der gemeinsam mit seiner Familie das Konzept verantwortet. An der Sushi-Bar steht Jun Harada, ein erfahrener Sushimeister, der sein Handwerk in Japan erlernt hat und direkt am Eingang des Restaurants arbeitet.

Die Karte ist angenehm fokussiert und orientiert sich an dem, was in japanischen Haushalten selbstverständlich ist: Onigiri, Tofusalat, Chirashi Sushi oder gegrillter Gelbschwanz – klar, puristisch und ohne überflüssige Effekte.

Das Highlight: das Sashimi-Boot
Unbestrittener Blickfang ist das Sashimi-Boot. Fein geschnittener Fisch und Meeresfrüchte werden auf mehreren Ebenen angerichtet, gekühlt durch Eis im Unterdeck. Gedacht für bis zu vier Personen, ist es ein Erlebnis, das sich ideal zum Teilen eignet – und genau dieses gemeinsame Genießen macht einen großen Teil des Reizes aus.
Auch beim Sake zeigt sich die Liebe zum Detail: Beim Einschenken erscheint am Boden der Schale ein Kirschblütenmotiv. Kein großes Spektakel, sondern eine leise, fast poetische Geste – sehr passend zum Anspruch des Hauses.
Unser Abend im Tsubaki
Das Restaurant befindet sich im 1. Obergeschoss des Hotels und ist sowohl über die Brühlsche Terrasse als auch über den Haupteingang erreichbar. Die Einrichtung erinnert stark an die letzten Tage des früheren Restaurants Ogura. Vieles ist geblieben – was Charme hat, aber aus unserer Sicht noch Raum für Weiterentwicklung bietet.
Die Begrüßung ist typisch asiatisch: freundlich, respektvoll, zurückhaltend. Takahiko Takamatsu und Jun Harada sprechen Englisch, was für internationale Gäste problemlos funktioniert. Ein echter Glücksfall an diesem Abend war jedoch Otto im Service. Der aus Kiel stammende Student spricht fließend Japanisch, war längere Zeit in Japan unterwegs und fungierte nicht nur als Servicekraft, sondern auch als Brücke zwischen Küche, Inhaber und Gästen. Gerade bei der Speisenauswahl war das ein spürbarer Mehrwert.

Unsere Auswahl:
Vorspeisen: gegrillter Oktopus und Yakitori (frittierte Hähnchenspieße)
Hauptgänge: Maguro-Zuke-Don (frischer Thunfisch auf Sushi-Reis) sowie Chirashi Sushi mit Avocado, Lachs, Thunfisch und Garnelen
Weinempfehlung: Oroya Blanco 2022 – ein speziell für Sushi komponierter Weißwein mit fruchtiger Aromatik und leichter Süße
Dessert: schwarzer Sesam mit Früchten sowie Mangoeis mit Adzukibohnen

Kulinarisch war das durchweg überzeugend: präzise gearbeitet, sehr frisch, geschmacklich klar. Genau so, wie man es von einem japanischen Restaurant mit diesem Anspruch erwartet.
Service & Atmosphäre – mit Luft nach oben
Der Service war aufmerksam, allerdings stark davon abhängig, ob eine sprachliche Begleitung wie an diesem Abend vorhanden ist. Ohne eine solche Unterstützung könnte es für Gäste, die tiefer in die japanische Küche eintauchen möchten, herausfordernd werden.Wir hätten uns – ähnlich wie bei unserem Besuch im Steakhaus „Alte Münze“ auf der gegenüberliegenden Seite des Hilton – eine aktivere persönliche Begleitung bei der Auswahl der Speisen gewünscht. Gerade die Besonderheiten der japanischen Küche bieten hier großes Potenzial, um Gäste mitzunehmen und nachhaltig zu begeistern.
Auch das Ambiente geprägt durch die Wandgestaltung sehen wir noch nicht am Ziel: Die thematische Musikauswahl (Jazz im Hintergrund) passt aus unserer Sicht nicht ganz zum japanischen Gesamtkonzept. Hier ließe sich mit wenigen Anpassungen eine deutlich stimmigere Atmosphäre schaffen.

Unser Fazit
Das Tsubaki bringt echte japanische Küche zurück an einen traditionsreichen Ort in Dresden. Die Qualität der Speisen überzeugt, das Sashimi-Boot ist ein Erlebnis, und mit Persönlichkeiten wie Takahiko Takamatsu, Jun Harada und – nicht zu unterschätzen – Otto im Service hat das Restaurant starke Menschen an Bord.
Die spannende Frage bleibt, wie sich das Erlebnis ohne deutschsprachige Begleitung entwickelt und ob es gelingt, klare Alleinstellungsmerkmale zu schaffen, die Gästen langfristig im Gedächtnis bleiben. Neugierig macht das Tsubaki auf jeden Fall – und wir sind sicher: Mit Feinschliff bei Serviceführung und Ambiente kann hier ein echter Lieblingsort für Liebhaber japanischer Küche entstehen.
Adresse & Website
Restaurant Tsubaki – Japanische Küche
Hilton Dresden An der Frauenkirche 5, 01067 Dresden
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Japanese Cuisine with Tradition and Finesse
Our visit to the new Tsubaki at the Hilton Dresden
Last night we visited the newly opened Japanese restaurant Tsubaki at the Hilton Dresden and were finally able to experience the concept first-hand, after reporting on the opening back in December. One thing upfront: anyone looking for authentic Japanese cuisine will find it here. At the same time, our visit also revealed areas with potential for further refinement.
Tradition at a historic location – consciously continued
For Dresden, this location is no stranger to Japanese cuisine. Authentic Japanese food was served here many years ago, and Tsubaki deliberately builds on this tradition – respectfully, thoughtfully, and with a clear focus on quality.The restaurant is run by Takahiko Takamatsu, who oversees the concept together with his family. In the kitchen stands Jun Harada, an experienced sushi master trained in Japan, working directly at the sushi bar.
The menu is pleasantly focused and inspired by everyday Japanese home cooking: onigiri, tofu salad, chirashi sushi, or grilled yellowtail – clear, authentic flavors without unnecessary embellishment.
The highlight: the sashimi boat
The undisputed eye-catcher is the sashimi boat. Finely sliced fish and seafood are arranged on several levels, chilled by ice in the lower deck. Designed for up to four people, it is made for sharing – and it is precisely this communal experience that defines its appeal.
Attention to detail is also evident when ordering sake: as it is poured, a cherry blossom motif appears at the bottom of the cup. It is not a loud spectacle, but a subtle, almost poetic moment – perfectly in line with the restaurant’s philosophy.
Our evening at Tsubaki
The restaurant is located on the first floor of the hotel and can be accessed both via the Brühl’s Terrace entrance and through the main hotel lobby. The interior still strongly reflects the former restaurant Ogura. Much of the design has remained unchanged – charming in parts, though in our view with room for further development.
The welcome is typically Asian: friendly, respectful, and understated. Takahiko Takamatsu and Jun Harada both speak English, which works well for international guests. A real asset that evening, however, was Otto in service. Originally from Kiel, now studying electrical engineering in Dresden, he speaks fluent Japanese and spent a year in Japan. More than just a waiter, he acted as a bridge between guests, kitchen, and owner – a clear advantage, especially when choosing dishes.
Our selection:
Starters: grilled octopus and yakitori (fried chicken skewers)
Main courses: Maguro Zuke Don (fresh tuna on sushi rice) and chirashi sushi with avocado, salmon, tuna, and shrimp
Wine pairing: Oroya Blanco 2022 – a white wine created specifically for sushi, with fruity aromas and a subtle sweetness
Dessert: black sesame with fruits and mango ice cream with adzuki beans
From a culinary perspective, everything was convincing: precise preparation, outstanding freshness, and clean, well-defined flavors – exactly what one expects from a Japanese restaurant of this caliber.
Service & atmosphere – with room to grow
The service was attentive, but clearly benefited from the presence of a multilingual guide like on this evening. Without such support, guests who want to dive deeper into Japanese cuisine might find it more challenging.We would have appreciated a more proactive, personal accompaniment through the menu – similar to what we experienced during our visit to the steakhouse “Alte Münze” across the street in the Hilton. Japanese cuisine offers enormous potential for storytelling and explanation, which could further enrich the guest experience.
We also see room for improvement in the ambiance: the background jazz music did not fully align with the Japanese concept. A few thoughtful adjustments could create a more cohesive and immersive atmosphere.
Our conclusion
Tsubaki brings authentic Japanese cuisine back to a historic location in Dresden. The quality of the food is excellent, the sashimi boat is a true experience, and with personalities such as Takahiko Takamatsu, Jun Harada, and – not to be underestimated – Otto in service, the restaurant has a strong foundation.
The key question remains how the experience unfolds without German-speaking guidance and whether clear distinguishing features will emerge that stay with guests and encourage repeat visits. One thing is certain: Tsubaki sparks curiosity – and with some fine-tuning in service guidance and ambiance, it has the potential to become a favorite spot for lovers of Japanese cuisine.
























